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Auch in diesem Jahr war wieder festzustellen, dass und scheinbar besonders in den öffentlichen Wäldern Hessens während der gesamten Brutzeit (und Setzzeit des Wildes) also von April über die so besonders sensiblen Monate Mai und Juni hinweg bis in diese Tage hinein mit Harvestern und schweren Rückzügen Holzeinschlag und Durchforstungen betrieben wurden. Dabei kommt es auf empfindlichen Böden (z.B. anmoorige Böden auf dem Hohen Meißner) zu schweren Bodenverwundungen mit oft metertiefen Geleisen oder in Hanglagen zum Durchwühlen der Maschinen bis auf das anstehende Gestein. Besonders Stangenhölzer mit ihren typischen Brutvögeln wie Sperber, Waldohreule, Tannenhäher und Ringeltaube - um nur einige zu nennen - sind mitten in der Brutzeit großflächig betroffen. Aber auch die Ränder von Althölzern, die vom Sturm aufgerissen sind (Baumfalkenbrutplatz!) werden alljährig - wegen der Borkenkäferfichten - von den Großmaschinen heimgesucht. In den Unterwuchs (Naturverjüngung) werden brutale Rückegassen gefahren, die Bäume an den Rückgassen durch die Maschinen im Wurzelanlauf- und unteren Stammbereich oft schwer verletzt. Im Rahmen der naturnahen Waldwirtschaft scheint die Frequenz der forstlichen Eingriffe deutlich zugenommen zu haben. Während die Kahlschlagwirtschaft für einen Waldbestand beim Erntehieb ein ökologisches Ende mit Schrecken bedeutete, scheint die naturnahe Waldbewirtschaftung mit Großmaschinen für den Wald ein Schrecken ohne Ende zu sein.
Und die Naturschutzverbände - machtlos.
Dr. Jörg Brauneis |
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Hallo zusammen,
hier zur allseitigen Kenntnisnahme ein neuer Beschluss der Politik zum Thema Kormoran, diesmal aus BaWü:
http://www.uvm.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/71259/
Viele Grüße,
Marcus |
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Hallo zusammen,
der Internetauftritt des Arbeitskreises Offenbach wurde "relaunched" und präsentiert ornithologische und naturschutzbezogene Informationen aus dem Beobachtungsgebiet (z.B. aktuelle Meldungen, ausführliche Porträts der NSG uvm.) in neuem Gewand.
Wir würden uns freuen, möglichst viele Interessierte aus ganz Hessen und darüberhinaus als Gäste begrüssen zu dürfen:
www.hgon-offenbach.de
Viele Grüße,
Marcus Beike |
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Hallo.
Habe vorige Woche diese Möglichkeit zur Abwehr von Mehlschwalben gesehen, die ich nicht vorenthalten möchte....
Gruß
Peter Erlemann |
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Hallo Tim,
danke für die Erläuterung in Sachen Artenschutz. Mir war bewusst, dass die Waldohreule im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes besonders und streng geschützt ist. Gut zu wissen, dass das Bundesnaturschutzgesetzt beim Artenschutz nun unmittelbar gilt, umittelbar vom Status des Landesnaturschutzgesetzes. Möglicherweise könnte man auch die VSRL heran ziehen, in der ein guter Erhaltungszustand aller Arten eingefort wird. Denn für Hessen ist es der wichtigste bekannte Winter-Schlafplatz dieser (Zug)vogelart, auch wenn sie in Hessen nur auf der Vorwarnliste steht und daher keine VSGs für die Art ausgewiesen wurden. Ich habe die Vorschläge und Anregungen aus dem Forum gesammelt und heute an die zuständige UNB weiter geleitet.
Viele Grüße,
Dominic |
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Hallo zusammen,
die Behauptung, es gebe derzeit kein hess. Naturschutzgesetz ist so nicht richtig. Aber das, was wir noch haben ist nicht mehr zu 1005 anwendbar, da seit 1.2.10 eine neue Fassung des BNatSchG gültig und das Landesrecht nicht daran angepasst ist. Es gibt jedoch einen "Einführungserlass" vom Ministerium mit Datum vom 10.2.10, welche §§ nun noch wie angewendet werden können.
Der Artenschutz ist darüber hinaus nun reines Bundesrecht, welches unmittelbar gilt. Da braucht man gar kein Landesgesetz mehr heranzuziehen!
Viele Grüße
Tim |
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Hallo Tim und Herr Roth,
vielen Dank für die Hinweise, die wir gerne aufgreifen werden! Auch ist bereits die Presse informiert.
Ich habe zur Information einen Beitrag aus den Amöneburger Stadtnachrichten, dem Mitteilungsblatt der Stadt Amöneburg, herauskopiert. Darin werden die Waldohreulen auf dem Friedhof als "nicht standorttypisch" bezeichnet. Außerdem wird behauptet, dass es derzeit kein in Hessen kein Naturschutzgesetz gebe. Hier der Beitrag:
"Grabsteinprüfung auf dem Friedhof in Amöneburg wird vorgezogen - Baumfällungen stehen bevor
In der letzten Ausgabe der Amöneburger Stadtnachrichten berichteten wir über die Sturmschäden im Stadtgebiet von der Nacht vom 10. auf den 11. Juni. Zur Untermalung verwendeten wir auch ein Bild des Amöneburger Friedhofs, auf dem zwei riesige Lebensbäume auf das neu angelegte Grabfeld mit frisch aufgestellten Grabsteinen gestürzt waren. Nach den Räumungsarbeiten konnte grundsätzlich Entwarnung gegeben werden. Außer einigen Holzkreuzen sind nach äußerem Anschein die Grabsteine nicht beschädigt. Einige Grabnutzungsberechtigte machen sich nun aber Sorgen, ob Sie aber nach wie vor standsicher sind. Deshalb hat die Friedhofsverwaltung bei der Stadtverwaltung entschieden, die diesjährige Grabsteinprüfung für den Amöneburger Friedhof terminlich vorzuziehen.
Diese wird mit einem entsprechenden Gerät geprüft, wodurch ausgeschlossen wird, dass die Steine durch die Prüfung lose gerüttelt werden.
In der letzten Woche fand auf dem Friedhof Amöneburg zudem ein Ortstermin mit der Unteren Naturschutzbehörde statt wegen der Fällung zweier weiterer Lebensbäume, die nach Auskunft des beauftragten Baumpflegers nicht mehr ausreichend standsicher sind. Diese werden wohl in Kürze entfernt werden. Die Friedhofsverwaltung strebt zudem die Beseitigung aller Lebensbäume in diesem Bereich an, weil damit zu rechnen ist, dass immer wieder Bäume umstürzen und auf die Gräber fallen. Beim Sturmereignis in der letzten Woche war deutlich geworden wie leicht diese Flachwurzler bei aufgeweichtem Boden und Sturm einfach komplett mit Wurzelteller umfallen können. Da sie direkt auf einer Trockenmauer stehen kann sich das Wurzelwerk in den unteren Bereich nicht ausbreiten.
Der Fällung entgegen steht der Aufenthalt einer Waldohreulenkolonie, die das Gehölz zeitweise als Ausweichquartier besiedelt. Zwar sind weder die Lebensbäume noch die Eulen dort standorttypisch, dennoch besteht die Untere Naturschutzbehörde auf ein artenschutzrechtliches Gutachten, und ein diesbezügliches Genehmigungsverfahren. Derzeit gibt es in Hessen nicht einmal ein Naturschutzgesetz! Der Magistrat wird demnächst darüber beraten, ob er diese Angelegenheit angehen will. Nach seinen Äußerungen beim Ortstermin könnte der Magistrat dabei mit der Unterstützung durch den Amöneburger Ortsvorsteher Herbert Fischer rechnen."
Quelle: www.amoeneburg.de
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Guten Abend in die Runde,
der Vorschlag von Herrn Dr. Mattern scheint mir sehr sinnvoll zu sein. Gleichwertiger Ersatz muss her. Vor dem Winterhalbjahr. Das kostet richtig Geld, aber von Rechts wegen ist ein Ausgleich vor Ort wohl problemlos machbar und sinnvoll. Insofern sollte das auch ohne Widerstände umsetzbar sein.
Man könnte statt der Scheinzypressen ja vielleicht auf Kiefern oder Fichten ausweichen.
Ich selbst habe nichts gegen Zypressen oder überhaupt Koniferen in Vorgärten, kann mich aber gut erinnern, dass der Naturschutz Jahrzehnte lang gegen eben diese als standortfremd gewettert hat, als seien sie der Untergang des Abendlandes. Vor diesem Hintergrund vielleicht etwas problematisch, sich jetzt ausgerechnet für den Erhalt von Chamaecyparis einzusetzen ... Aber für die Eulen sollte man das tun.
Das mit der Mail an den Bürgermeister ist eine gute Idee.
Gruß
M. Roth |
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Hallo Dominic,
die UNB könnte in dieser Sache wenigstens eine "CEF"-Maßnahme anordnen, d. h. dass die entfallenden Bäume an gleicher Stelle ersetzt werden müssen um die "ökologische Funktion" der "Ruhestätte" im Sinne des BNatSchG zu erhalten. Und zwar nicht kleine Bäumchen, sondern stärkeres Pflanzgut, was in der Lage sein kann, die Funktion als Schlafplatz für die Waldohreulen zu erfüllen.
Gruß,
Tim |
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Hallo zusammen,
auf dem Friedhof in Amöneburg befindet sich größte bekannte Schlafplatz von Waldohreulen in Hessen (max. 47 Tiere im Februar 2006). Die Vögel ruhen dort im Winterhalbjahr tagsüber versteckt in einer Reihe von Scheinzypressen. Bei dem schweren Sturm in der Nacht vom 10. zum 11. Juni sind leider zwei der Schlafbäume umgefallen, ein weiterer steht schief.
Dieses Ereignis wollte die Stadt Amöneburg nun zum Anlass nehmen, die bei einigen Personen schon lange unbeliebten Bäume (Pflanzenteile und Eulengewölle fallen auf die Gräber) gleich allesamt zu fällen. Bei einem Ortstermin mit der UNB wurde dies zum Glück untersagt. Dennoch hat sich die Stadt ein Gutachten eines Baumsachverständigen besorgt, nach dem zwei(!) der noch stehenden Bäume eine Verkehrsgefährdung darstellen sollen. Auf Grund dieses Gutachtens hat die UNB nun keine Handhabe mehr, das Fällen der beiden Bäume zu verhindern. Darüber hinaus hat die Stadt angekündigt, nach einer „Salamietaktik“ auch die übrigen Bäume nach und nach weg fällen zu wollen.
Dieses Vorgehen der Stadt Amöneburg, das sich an einigen Beschwerden aus der Bevölkerung orientiert, ist meinem Erachten nach völlig inakzeptabel. Zahlreiche Menschen kommen extra auf die Amöneburg, um den abendlichen Ausflug der Waldohreulen zu beobachten. Ich habe hierzu bereits zweimal eine Führung angeboten. Auch Kinder der Grundschule Mardorf (Stadtteil von Amöneburg) konnten hier erstmals hautnah Waldohreulen erleben. Darüber hinaus handelt es sich um einen der am längsten bestehenden Schlafplätze dieser Art in Hessen (mind. seit dem Winter 1991/92).
Wenn Sie gegen das unbedachte Fällen der Bäume auf dem Amöneburger Friedhof protestieren möchten, wenden Sie sich bitte an den Bürgermeister der Stadt Amöneburg:
Der Magistrat der Stadt Amöneburg
z.H. Herrn Michael Richter-Plettenberg
Schulgasse 2
35287 Amöneburg
m.richter-plettenberg[at]t-online.de
[at] bitte durch @ ersetzen!
Mit freundlichen Grüßen,
Dominic Cimiotti |
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(habe die Diskussion mal aus dem Birdnet ins Forum verlagert)
Es ist mitunter recht erstaunlich, dass für die Bewirtschaftung der Wälder im Bundesnaturschutzgesetz kaum Einschränkungen zu bestehen scheinen. Auch aus dem Artenschutz ist die Landbewirtschaftung in Wald, Feld und Wasser in gewisser Hinsicht ausgenommen.
Laut § 5 Abs. 3 BNatSchG sind Naturnahe Wälder aufzubauen und ohne Kahlschläge nachhaltig zu bewirtschaften. Sofern die Bewirtschaftung diesen Anforderungen entspricht, gelten die Verbote des § 44 (besonderer Artenschutz nicht) – aber nur solange keine Arten des Anhangs IV FFH-RL, europäische Vogelarten oder streng geschützte Arten in ihrem sog. Erhaltungszustand beeinträchtigt werden. Könnte man jetzt also nachweisen, dass der Erhaltungszustand der Turteltaube (in Hessen unzureichend mit Tendenz zu schlecht nach Angaben der Vogelschutzwarte) aufgrund der Durchforstung während der Brutzeit schlechter wird, hätte man etwas dagegen in der Hand. Denn wenn der Erhaltungszustand nicht durch Artenschutzprogramme, vertragliche Regelungen u. a. (§ 44 Abs. 5) im bestehenden Niveau gehalten werden kann, dann kann die zuständige Behörde Bewirtschaftungseinschränkungen machen.
Ähnliches gilt im Übrigen für die Landwirtschaft: Sofern die sog. gute fachliche Praxis, Düngeverordnung usw. eingehalten werden – greift hier die gleiche Regelung des § 44 (5) BNatSchG. Da beispielsweise das Hamsterschutzprogramm im Rhein-Main-Gebiet wegen zunehmenden Flächendrucks immer weniger Interessenten findet, könnten die Landwirtschaftsbehörden den Landwirten laut Gesetz m. E. dort einfach aufdrücken, hamstergerecht zu wirtschaften – und das ohne finanzielle Entschädigungen wie es sie momentan für die vertraglichen Regelungen gibt.
Die Verbände könnten und sollten zumindest die Behörden auffordern, die Sachverhalte zumindest zu prüfen, wenn offensichtlich ist, dass in Deutschland streng geschützte oder nach EU-Recht geschützte Arten in ihrem Erhaltungszustand durch Bewirtschaftungsmaßnahmen beeinträchtigt werden können.
Das schlimme ist ja, dass manche Behörden sich im Gesetzesdschungel oftmals selbst kaum zurecht finden.
Viele Grüße
Tim Mattern |
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Hallo zusammen,
nach Rücksprache mit einem Federspezialisten (Martin Becker) ist klar, dass es sich bei der vermeintlichen Feder eines Alpenseglers um keine Feder handelt, die von einem Segler stammt.
Gruß Karl-Heinz Heyne |
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Hallo zusammen,
zu der Sache vom Bodensee fällt mir nun wirklich nichts mehr ein. Wenn der Kormoran nicht mehr herhalten kann für das eigene Unvermögen, die Zusammenhänge zu verstehen (oder sollte man es schlicht "eigene Blödheit" nennen?), sprudeln plötzlich neue absurde, ignorante Ideen, um es in der eigenen Tasche klingeln zu lassen. Wie tief kann der Mensch eigentlich noch sinken?
Sehr tief, was man anhand der Schwalbenproblematik in Borken sehen kann. Vielleicht ist das Problem ja gar nicht, dass Kunden durch den Schwalbenkot belästigt werden könnten (siehe Foto mit dem Vordach). Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass regelmäßiges Auswechseln von Kotbrettern dem Besitzer des Gebäudes und somit auch den Steuern in die Stadtkasse abführenden Geschäften einfach nur zu arbeits- und kostenintensiv ist. Da wäre eine einmalige Aktion mit Entfernen der Nester und Anlegen eines "Stacheldrahts" sicher komfortabler. Das wäre dann ein Vorgang, wie er auf der Welt tagtäglich zuhauf vorkommt.
Liebe Frau Wiegand, ich wünsche Ihnen viel Erfolg im Kampf gegen diesen Wahnsinn!
Viele Grüße,
Marcus Beike |
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Hallo.
Was Homo sapiens doch für Ideen hat: Nachdem die Fischbestände im Bodensee aufgrund der verbesserten Wasserqualität in den letzten 10 Jahren um 36% abgenommen haben, die Erträge der Berufsfischer hingegen trotz Kormoranen gestiegen sind, wurde nun überlegt, die Fischbestände durch Düngung des Sees mit Phosphor künstlich zu erhöhen, um mehr Fischer als naturverträglich im Geschäft zu halten!
Weiteres Interessantes zum Thema findet sich hier:
http://www.see-online.info/2010/06/05/fischer-und-kormorane-„jagen“-unterschiedliche-fischarten/
Viele Grüße
Peter Erlemann |
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Zu der bereits bestehenden Überdachung am Engelhardtschen Hof
möchte ich hier mal ein Bild zeigen. Das Dach ist auch am rechten und
linken Bereich des Gebäudes vorhanden, der Kot kann so garnicht
auf den Fussweg gelangen. Es geht hier definitiv nur um den Überflug
der Vögel, wenn sie die Nester anfliegen und das tun sie, wie schon
beschrieben auch weiterhin, bauen sogar unter dem Stacheldraht (Foto folgt
in Kürze).
schwalbige Grüße
Andrea Wiegand
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Hallo zusammen,
den Kommentar, den ich gerade in die HNA gesetzt habe, kopiere ich mal
hier hinein. Er wird von der Redaktion erstmal gegengelesen, dieser ist
original und ungelesen von der HNA Redaktion, somit ungekürzt:
Zu bestreiten, dass hier Nester entfernt wurden ist mehr als dreist. Der ehemal. Vogelschutzbeauftragte der Stadt Borken, jetzt nur noch Vogelschutzbea. der Staatlichen Vogelschutzwarte Hessen, hat ebenso 1Zeugen für die Vorfälle, wie ich. Unsere Informanten haben klar geäußert, dass die Nester erst kürzlich entfernt wurden, eine Hebebühne im Einsatz war und das Stachelband angebracht wurde. Was muss sich jetzt noch beweisen lassen?! Ein Teil der Nester wurde nach meinem Inf. schon im Winter entfernt, aber auch das ist strafbar und somit ist es unerheblich wann die Arbeiten ausgef. wurden.Diese Untat ist nicht nur ein Frevel an der Natur, obendrein hat sie sich als völlig unwirksam gezeigt. Die Schwalben bauen wieder, mitten im Stacheldraht. Die erste Brut ist verloren. Auf der gesamten Front des Engel.Hofes existiert bereits ein Dach, das den Kot über den Nestern abhält. Schwalben sind Vögel, diese fliegen, ja verdammt! Dürfen sie das in unserer Zeit nicht mehr??
Grüße aus Wabern
Andrea Wiegand
Mauerseglerhilfe Schwalm-Eder-Kreis
0160 98320086
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Hallo Herr Roth,
gern geschehen, es macht mir Freunde mich auch mal mit Leuten mit anderer Sicht auszutauschen.
Zum Thema >Was tun?< sehen Sie mich ratloser als noch vor einer Stunde bevor ich den Bericht aus MV gelesen habe. Die Vergrämungsabschüsse hatte ich immer für den letzten Notnagel gehalten der Bericht sagt aber nun was anderes.
Das Auskühlenlassen der Gelege hatte ich noch als schonenste Methode angesehen, am Bodensee wurden ja 20% Reduzierung festgestellt (oder Komplettauslöschung wenn ich andere Quellen lese...), in Brandenburg hatte man nach dortigen Angaben 40% erreicht.
Zu ihren Szenarien:
1) mit dem Kormoran leben lernen und auf die Selbstregelung der beschädigten Natur vertrauen, auch wenn dies lange dauern und zu Lasten einzelner Fischarten gehen mag,
Der letzte Halbsatz sollte dann aber auch bitte öffentlich erklärt werden!!!
2) ein europaweites Bestandsmanagement mit (weitgehend noch zu erprobenden) minimal invasiven Methoden.
Bin ich für etwa 1,8 – Bestandsmanagement soll ja auch nicht die Ausrottung zum Ziel haben, sondern eine Stabilisierung auf niedrigeren Niveau - mit dem es dann zu leben gilt.
Fischer, Teichwirte und Angler würden bestimmt eher „die Füße stillhalten“ wenn man erkennen würde das etwas Sinnvolles passiert. Die Vögel erst viele Junge ausbrüten lassen und dann zuschießen halte ich nicht für sinnvoll, auch wenn es der „Teichfasan“ auf die Speisekarte schafft. Wenn erklärt würde dieser Bestand ist Maximum, beim Überschreiten wird gegen gesteuert. Dann hätten die Leute die vom Fisch leben eine Aussicht und müssten sich nicht jährlich eine neue Kapazitätsgrenze erklären lassen. Der Unterschied warum Rehe + Hirsche geschossen werden sollen um den Wald zu schützen aber Kormorane heilig sind erschließt sich mir nicht. Da könnte man ebenso Mausefallen verbieten da mit Biber, Haselmaus, Siebenschläfer viele Nagetiere auf der roten Liste stehen.
Meine Kritik an der CH – Sendung kommt noch, Kurzfassung: War eher für CH & Mittelmeerraum, sowas kommt heraus wenn die Mannschaft eines Umweltmagazins versucht sich in die Fischerei hinein zu versetzen, hätten ruhig mal mit gemäßigten Fischereivertretern reden können und nicht mit jeweiligen Extremen und doch mal eine der vielen Beispiele für die Äsche an kleineren Flüssen.
T o m S c h l e g e l |
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Hallo Herr Roth und liebes Forum,
das habe ich gerne getan und sehe die Dinge natürlich nach wie vor anders:)
Die Problematik selbst ist tatsächlich so einfach und unkompliziert. Sie erscheint dem Menschen (als Kollektiv) nur deshalb so schwierig, weil er entgegen manch eitlem Gedankengut bei Weitem nicht so komplex und progressiv denken und vor allem handeln kann wie es notwendig wäre, um die Zusammenhänge zu verstehen.
Wie sonst wäre es zu erklären, dass sich in unserer Gesellschaft bis heute mittelalterliches Gedankengut gehalten hat? "Googeln" Sie mal "Schwarze Vögel" und sie werden sehen, welche Eigenheiten man diesen und vielen anderen Lebewesen aufgrund einer dunklen Farbe immer noch andichtet. Und wie oft kommt das Wort "schwarz" in einem Titel einer Arbeit über den Kormoran vor, während beispielsweise beim Eisvogel an dieser Stelle stets etwas vom "Fliegenden Edelstein" gefaselt wird?
Oder wie kann es sein, dass sich Millionen von Menschen von einem Fernseh-Hampelmann an der Nase herumführen lassen und auf öffentlichen Plätzen feiern, weil ein geltungssüchtiges 19jähriges Mädchen einen Gesangswettbewerb gewonnen hat, während im Golf von Mexico das weltweite (!) Ökosystem mehr und mehr einem nicht wieder gutzumachenden Schaden entgegensteuert? Und gleichzeitig wird noch bei einem oder mehreren Gläschen Bier über den Fuß von Michael Ballack diskutiert. Versuchen Sie, denen mal mit Rilke zu kommen...
Oder warum um alles in der Welt werden unnatürlich hohe Äschenbestände erzeugt? Hat sich denn noch nicht rumgesprochen, dass dies einen unnatürlich hohen Bestand der Fressfeinde dieses Fisches, also auch des Kormorans zur Folge hat?
Nein, der Mensch ist bei weitem nicht so komplex, wie er es sich gerne einredet. Er mag (vermutlich) das komplexeste Lebewesen auf der Erde sein, aber das hat rein gar nichts zu bedeuten. Denn er ist offensichtlich nicht in der Lage, sein Handeln den eigenen beschränkten Fähigkeiten anzupassen. Ob das jemals besser wird, wage ich zu bezweifeln. Der Mensch scheint derart schlicht gestrickt zu sein, dass er sich gerne schlauer und komplexer macht, als er tatsächlich ist.
Aber immerhin ist auch mein Vorschlag, es ab jetzt besser machen!
Diesen einfachen Satz sollte auch die Menschheit verstehen können, oder?
Viele Grüße,
Marcus Beike |
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Guten Abend,
danke in die Runde für die Infos zu der TV-Sendung. So habe ich als TV-Autist auch etwas davon.
@ Herr Erlemann trifft den Nagel auf den Kopf: Wir wollen ja vielleicht sogar eine gute Lösung für alle Beteiligten, aber es gibt keine. Unsere "Untaten " der Vergangenheit lassen sich nicht umkehren oder ungeschehen machen (es sei denn, die Menschheit änderte stekum ihre Art zu leben drastisch - was nicht passieren wird). Leider. Insofern ist das "Kormoran-Problem" vielleicht auch eher ein soziologischen denn ein biologisches. Wir müssen halt damit leben, ohne uns deshalb die Köpfe einzuschlagen.
Welche Botschaft hat der Vogel des Jahres für uns?, heißt es bei den Präsentationen gerne. Die des Kormorans könnte ganz Rilke sein: DU (Mensch, d, V.) musst dein Leben ändern.
Insofern ist die Geschichte des Kormorans entgegen der Stellungnahme aus der Sendung, die Herr Beike dankenswerter Weise gepostet hat, natürlich komplizierter und vertrackter, als wir es gerne hätten. Etwas anderes zu behaupten schlösse die Notwendigkeit eines "Rilke-Impulses" grundsätzlich aus - was bequem, aber zynisch wäre. Das "Problem" ist komplex, weil es von einem komplexen Lebewesen (uns) in die Welt gesetzt wurde, über Jahrhunderte hinweg. Die Widersprüche müssen wir halt aushalten und versuchen, es ab jetzt besser zu machen. Wobei ich da auch nur sehr zögerlich Hoffnung habe (s. Mehlschwalben).
Grüße
Matthias Roth |
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Hallo zusammen,
unter nachfolgendem Link kann man sich nach kurzer Werbesendung (knapp 30 Sekunden) die Dokumentation anschauen:
http://videoportal.sf.tv/video?id=0bc4048b-efdb-4579-87ca-63f2869d91aa&referrer=http%3A%2F%2Fwww.sf.tv%2Fsendungen%2Fnetznatur%2Feinzel.php%3Fdocid%3Dvideos
Freundliche Grüße,
Maik Sommerhage |
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Hallo.
Nach den hier im Forum ausführlich und unterschiedlich vorgetragenen Meinungen zum "Problemvogel" hatte ich "automatisch" eine Dokumentation aus Deutschland erwartet. Aber es ging um die Situation in der Schweiz und Norditalien. Nichtsdestotrotz - dort ist es dasselbe wie bei uns!
Es wird ordentlich geschossen, Bruten werden verhindert, Nestbäume gefällt, Politiker schlagen sich stimmenheischend auf die Seite der Kormoranfeinde etc.
Bemerkenswert waren die Maßnahmen von Fischern, im Oberrhein unnatürlich hohe Äschenbestände zu "erzeugen", die unter normalen Bedingungen wohl gar nicht zustande kämen - und die bösen Kormorane schnappen alles weg.
Noch etwas ist mir aufgefallen: es gibt durchaus Fischer, die mit dem Kormoran auskommen. Der Fischereiverband fordert hingegen pauschal Ausgleichszahlungen in Millionenhöhe für unbelegte Fangverluste.
Wie das länderübergreifende "Problem" Kormoran in für alle Seiten zufriedenstellender Art und Weise gelöst werden soll, ist nicht erkennbar.
Frau Adolph hat in ihrem Beitrag bereits darauf hingewisen, was Homo sapiens mit seinem Handeln bewirkt hat - eine Umkehr dessen muss jedoch als unmöglich betrachtet werden.
Viele Grüße
Peter Erlemann |
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Hallo zusammen,
leider konnte ich den Beitrag nicht sehen, trotzdem vielen Dank an Frau Adolph für den Link, denn der letzte Absatz fasst die Situation höchst treffend zusammen, auch was die Behauptungen angeht, das "Kormoranproblem" sei komplexer als es viele gerne hätten:
"Die Geschichte des Kormorans scheint kompliziert und ist letztlich doch einfach. Sie zeigt, welche weitreichenden Konsequenzen menschliche Eingriffe in die Natur haben, die man so nie voraus gesehen hat. Einseitige, kurzfristige Lösungen befriedigen zwar manche Gemüter, beseitigen die Grundprobleme jedoch kaum. Vor dem Hintergrund gegensätzlicher Interessen wie Vogelschutz oder fischereiliche Nutzung wird um Eingriffe und Maßnahmen gestritten, anstatt der Natur eine Chance zu geben, mit der Zeit ihre eigene Balance zu finden."
Viele Grüße,
Marcus Beike |
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Hallo zusammen,
unter nachstehendem LINK ist zwar nicht die Dokumentation vom 26.05.10 auf 3SAT "Viel Geschrei um schwarze Vögel" als Online-Film zu sehen, aber es gibt einige Informationen dazu.
http://www.3sat.de/page/?source=/sfdrs/143917/index.html
Ich habe den Film angeschaut, er war sehr informativ, sachlich und ohne Einseitigkeit. Er regte zum Nachdenken und Handeln an. Fazit: das "Problem" Kormoran hat der Mensch gemacht, der rücksichtslos sich die Natur zu eigen gemacht hat (z. B. enormer Algenwachstum durch zu starkes Düngen in der Landwirtschaft, Flußverbauungen, Abnahme der Unterstände für Fische, Klimaerwärmung .... etc.) Wir müssen der Natur endlich wieder eine Chance geben, sich zu erholen, bevor es zu spät ist.
Viele Grüße
Karin Adolph |
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@ Tom Schlegel
Hallo Herr Schlegel, danke für Ihre Antwort. Ich verstehe Ihr Anliegen durchaus und teile vermutlich weitgehend Ihre Sicht der Dinge.
Was mich allerdings interessieren würde, ist, welche Ideen Sie denn hätten, um die Kormoran-Problematik "weiterzudrehen" in Richtung einer Lösung. Abschuss ist keine Lösung, Überspannung ist keine, Ausrotten auch nicht, also: Was tun? - Mir fallen bei bestem Willen nur zwei Szenarien ein: 1) mit dem Kormoran leben lernen und auf die Selbstregelung der beschädigten Natur vertrauen, auch wenn dies lange dauern und zu Lasten einzelner Fischarten gehen mag, und 2) ein europaweites Bestandsmanagement mit (weitgehend noch zu erprobenden) minimal invasiven Methoden. Was auch noch dauern wird und bis dahin, falls es überhaupt dazu kommen sollte, müsste dann auch mit dem Kormoran gelebt werden.
Insofern wäre es aus Fischerei-Sicht vielleicht hilfreich, die Anwesenheit des Schwarzen endlich und einfach zu akzeptieren und sich wieder mit Dingen zu befassen, die Freude machen, man muss ihn ja nicht freudig begrüßen, aber er ist nun mal da und wird wohl auch bleiben.
@ Herr Erlemann,
danke für die Tipps, kann leider nicht TVen, da kein TV. Der Bericht des DDA lässt micht etwas ratlos zurück, zeigt er doch auch keinerlei neue Idee, wie in Zukunft mit dem Kormoran umgegangen werden soll. Man muss forschen, wird gefordert. - Meine Güte, es wird seit über 50 Jahren wie wild Kormoranforschung betrieben. Wenn man bis jetzt nichts Belastbares rausfinden konnte, hat man von Orni/Biologenseite vielleicht die falschen Fragen gestellt?,
grüßt herzlich
Matthias Roth |
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Hallo.
Habe gerade durch Zufall gelesen, dass ab 20:15 Uhr auf 3 Sat eine Sendung zum Thema Kormoran läuft: Viel Geschrei um schwarze Vögel.
Gruß
Peter Erlemann |
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Hallo.
Muss gestehen, dass ich einige Zeit nicht im Forum reingeschaut habe. Es wurde ja lange über den schwarzen fischessenden Gesellen geschrieben, passend dazu:
Kormoranbericht Mecklenburg-Vorpommern 2009
auf der Webseite des DDA: dda-web.de
Ich erspare mir einen Kommentar.
Viele Grüße
Peter Erlemann |
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Hallo Herr Roth,
das Spannen kenne ich zu allererst als die Bezeichnung für die Katze die vorm Mauseloch sitzt und vor Konzentration nichts anderes mehr wahrnimmt. Da sich die „Ornis“ in meiner Bekanntschaft auch so titulieren hielt ich das für Usus.
> … ich rätsele, worum es Ihnen letztlich geht... <
Nun zuerst wollte eigentlich hier nichts schreiben, als ich dann aber wieder mal über diese Seite stolperte war ich dann doch neugierig was den Unwissen ist und was nichtwissenwollen oder was direktes Lügen wie gelegentlich beim NABU. (Ich weiß hier ist Planet HGON aber wenn die ihre Pressemitteilungen zusammen verfassen bekommen die halt die Kritik auch mit ab).
Da ich es für sinnvoll halte miteinander zu reden habe ich versucht einige Sachverhalte einmal aus Sicht der Angler darzustellen. Ihr „Wer verstanden haben möchte, hat sicher verstanden...“ halte ich für zu pessimistisch.
Beim Ehemaligentreffen habe ich letztens mit einer Kommilitonin gesprochen der im Rahmen einer Weiterbildung (Umweltschutz, Landespflege …) original die NABU-Lehrbuchthesen beigebracht wurden. Die wollte mir erklären das wir Angler doch froh sein müssten das uns die Kormorane die Weißfische und Kaulbarsche abnehmen (das mag an einzelnen Gewässern funktionieren, an den Fließgewässern hier unten
haben wir kaum Weißfische aber ein massives Artenschutzproblem durch den Kormoran) bis hin zu „die Bestände passen sich an, ein Räuber entnimmt nicht mehr... “. Den Unterschied zwischen Brutvögeln und Wintergästen wurde jedoch nicht angesprochen, jedoch die zeitlich versetzten Schwankungen von Räuber- und Beutepopulationen. Den Rückschluss via Lotka-Volterra-Regeln der Kormoran könnte eine Art nicht auslöschen hielt sie dann aber selbst schon für abenteuerlich.
Halten Sie es für „Basiskämpfe“ wenn ich hier einige Fehlinformationen kritisiere? An der Basis sehe ich die wenigsten Probleme. Was glauben Sie was ich im Gespräch mit dem „kleinen Vogelfreund“ am Woog höre wenn ich über die Kormorane bzw. die zugehörige Kampagne rede, über die Sanierung des Darmbachs oder das Keulen von Mamor- und Silberkarpfen wenn diese beim Abfischen eines Gewässers auftauchen?
Und ich möchte auch keine Fronten aufbauen, aber wenn Falschinformationen verbreitet werden wie z.B. Klimawandel als Ursache für den Rückgang der Äschenbestände, kein Einfluss der Kormorans auf Fischbestände, das Überspannen der Teiche oder eben das Auslaufen der Kormoranverordnung in NRW bin ich geneigt mich mal zu Wort zu melden. Insbesondere letzteres hat sich bei einigen Vogelfreunden als „urban legend“ breit gemacht . Wenn diese sich gegenseitig ihre Welt erklären ist dies ärgerlich, wenn dann jedoch auch die Öffentlichkeit getäuscht wird hat dies nochmals eine neue Qualität. Das Zitat „ Dass für die Salzböde die Abschusszahl von 15 auf 25 Kormorane erhöht wurde, während zeitgleich Nordrhein-Westfalen die Einstellung der Jagd auf den Kormoran verfügt habe“ tauchte in mindestens 4 hessischen Zeitungen auf – meinten Sie dies mit Fronten aufbauen?. Der Artikel stammt übrigens vom gleichen Verfasser der hier letzten für seine Besorgnis gelobt wurde aber 4 von 4 Fischarten der roten Liste nicht kannte.
Interessant ist das von Ihnen genannte Beispiel USA , hier sonst immer als Beispiel für das Zusammenleben mit Bär und Wolf genannt, die schießen 100.000 Kormorane.
Das die Kormoran-Frage auf EU-Ebene „neu vermessen“ wird ist nur ein schwacher Trost, die haben den Schwarzen Peter längst wieder an die Länder zurückgegeben. Wichtig wäre in der Tat ein gemeinsames Handeln - aber wird dies mit einer teuren Kampagne befördert die die vorhandenen Probleme einfach abstreitet?
Das Verschwinden von Vogelarten oder Fischarten schreiben sie, wenn ich z.B. Herrn Conz lese klingt das aber anders „weil die Sportfischer-Lobby im Kormoran einen unliebsamen und lästigen Konkurrenten sieht“.
Zu „Wenn ich mir allerdings meinen "Heimatfluss" ansehe, den Rhein, dann sehe ich, dass dort bis auf den Stör nahezu alle ehemals heimischen Fischarten wieder eingewandert sind. Das war vor 40 Jahren nicht einmal vorstellbar und ist ganz klar auch ein Verdienst des Naturschutz in Deutschland!“ stimme ich Ihnen zu, möchte aber ergänzen dass die Angler auch anerkannte Naturschutzverbände sind. Und einfach so eingewandert sind die Arten doch auch nicht - Angler waren es doch die mit Lachs- und Meerforellenprojekten Druck aufgebaut haben um für die Durchgängigkeit der Flüsse zu sorgen und damit auch anderen nicht so populären Arten die Lebensbedingungen verbesserten.
http://www.wanderfische.de/AFGN/AFGN.html
http://www.wuemme-meerforelle.de/
Stimmt das sind nur kleine Gruppen, und das Beispiel der Wiederkehr des Kormorans zeigt wie echte Naturschutzarbeit aussieht. Bis vor einigen Wochen hätte ich ich noch geschrieben die Ornis hätten staunend zugeschaut wie sich die Vögel ausbreiten – hier habe ich aber gelernt das vor Jahrzehnten mal einer Nisthilfen errichtet hat.
Tom
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Hallo!
Ich will mal versuchen die Frage etwas weiter beantworten.
Die Verwandtschaftsverhältnisse richten sich immer nach der Systematik, die man verwendet. Weiterhin kommt es darauf an, welchem Artkonzept man folgen will.
Die Artenliste und Systematik von Barthel und Helbig, die von Tim Mattern anführt wird, kennt man eigentlich nur im deutschsprachigen Raum. Die dort getätigte Aufspaltung der Schafstelze geht nicht konform mit vielen gängigen weltweiten Systematiken.
Die weltweit gängigste Systematik ist die von Clement (http://www.birds.cornell.edu/clementschecklist), der die Schafstelze als eine Art mit vielen Unterarten ansieht. (Persönliche Anmerkung zu Umbenennung der Schafstelzenunterarten: Wieso muß man Artnamen, die seit über 100 Jahren im Schrifttum gebräuchlich sind, verändern?`)
Nun zur Wasseramsel:
Clement ordnet die Familie der Wasseramseln in die Nähe der Familie der Zaunkönige.
Die Systematik von Sibley und Ahlquist, die einen Verwandtschaftstest mittels DNS-Hybridisierungen durchgeführten, wird in einigen Fällen nicht gefolgt, da meines Wissens es häufiger Unstimmigkeiten mit anderen systematischen bzw. neueren Methoden auftraten. Ich bin hier aber nicht mehr auf dem neuesten Stand!
Grüße
Roland
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Hallo,
nur ein kleiner Hinweis, weil ich's auch nicht besser weiß: Eventuell gibt die vor 5 (?) Jahren neu erschienene systematische Artenliste von Bartel et. al Aufschluß über die Verwandtschaftsverhältnisse. Denn die neue Namensgebung und Systematik beruht auf genetischen Untersuchungen, weswegen z. B. auch die Schafstelzen stärker aufgesplittet wurden.
Grüße,
Tim Mattern |
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In vielen Büchern sind Seidenschwänze und Zaunkönig als die nächsten Verwandten der Wasseramsel aufgeführt. Unter Wikipedia habe ich jetzt gelesen, dass aufgrund gentechnischer Untersuchungen doch Drosseln als nächste Verwandte wahrscheinlich sind. Da ich zwar häufger aber kritischer Wikipedia-Nutzer bin, würde ich mir gerne diese Aussage bestätigen lassen. Vielen Dank für die Rückmeldungen !
Viele Grüße
Michael Kammer |
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Guten Abend, Herr Schlegel,
Ihre Beiträge sind, wie meist, interessant und stellenweise auch amüsant ("Vogelspanner", das ist hübsch gesagt, obwohl ich mich dazu auch zähle(n muss).
Indes, ich rätsele, worum es Ihnen letztlich geht. Die Kormoran-Frage wird ja aktuell auf EU-Ebene (und da gehört sie, wie das Beispiel USA zeigt, auch hin und nicht in die Entscheidungsgewalt regionaler Behörden oder Gremien) neu vermessen, und die ersten Ergebnisse sollten Sie persönlich wie auch die Fischwirtschaft doch eher als Bestätigung verstehen (?).
Warum dann immer noch Basiskämpfe und Fronten aufbauen? Wer verstanden haben möchte, hat sicher verstanden, dass die Kormoran-Thematik komplexer und schwieriger ist, als viele Vogelschützer wahrhaben (wollen).
Auf der anderen Seite sah und sieht man als "Vogelspanner" - und manchmal vielleicht auch -spinner - trotz aller Eigenbemühungen ständig Arten verschwinden und z. T. auch wieder auftauchen. Damit will ich sagen, dass das, was aktuell mit einigen Fischarten geschieht, im Vogelschutz seit Jahrzehnten Alltag ist - ohne dass davon die Welt untergegangen wäre.
Jeder Artenverlust ist aber erst einmal schmerzlich. Wenn ich mir allerdings meinen "Heimatfluss" ansehe, den Rhein, dann sehe ich, dass dort bis auf den Stör nahezu alle ehemals heimischen Fischarten wieder eingewandert sind. Das war vor 40 Jahren nicht einmal vorstellbar und ist ganz klar auch ein Verdienst des Naturschutz in Deutschland!
Insofern wäre jetzt beim Artenschutz an Gewässern vielleicht endlich der Zeitpunkt für gemeinsame Aktivitäten derjenigen gekommen, die dazu willens oder in der Lage sind?!
Herzliche Grüße
M. Roth |
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Hallo Vogelfreunde,
bezüglich des „Diskutieren über aktuelle Fragen des Naturschutzes“
Frasdorf/Wildenwart - "Die vielen Millionen Euro Steuergelder, die in den vergangenen Jahren in die Renaturierung der Fließgewässer investiert worden sind, werden zur Farce, wenn sich durch den Kormoran in den heimischen Gewässern keine Fische und damit kein Leben mehr findet." Das betonte jetzt Fischereioberrat Dr. Ulrich Wunner von der Fachberatung für Fischerei des Bezirks Oberbayern.
"Für uns stellt sich mittlerweile die Frage, ob wir aus fachlicher Sicht überhaupt noch Forderungen bezüglich des Baues von Fischwanderhilfen wie an der Prien das Beilhackwehr oder sonstiger Lebensraumverbesserungen stellen können und dürfen, wenn diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen."
In Sorge um den Fischbestand der mittleren Prien bei Frasdorf - im Februar fielen über mehrere Tage 40 bis 50 Kormorane ein - bat Dr. Fritz-Joachim Hornschuch, der Fischereiberechtigte vor Ort, die zentrale oberbayerische Fischereidienststelle um eine aktuelle Bestandsaufnahme. Dazu wurde die Prien bei Wildenwart auf einem 300 Meter langen Abschnitt mit einem Elektrofischfanggerät überprüft. Die Prien weist dort sehr naturnahe Gegebenheiten auf, eine hohe Strukturvielfalt mit tiefen Rinnen und flachen Furten, unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten und vielen Totholzelementen. "Insgesamt ist das ein sehr hochwertiger Lebensraum für die drei hier hauptsächlich vorkommenden Arten Äsche, Bachforelle und Koppe", erklärte Wunner.
Die Fangergebnisse waren allerdings erschreckend: Auf der 300 Meter langen Strecke fingen die Experten nur noch fünf Bachforellen mit einem Gesamtgewicht von rund einem Kilo. Der im Herbst 2009 noch vorhandene Äschenbestand war vollkommen vernichtet. Aus fischereifachlicher Sicht ist dieser Befund mit einem totalen Fischsterben gleichzusetzen. Das normale Fanggewicht dieser untersuchten Strecke läge bei mindestens 100 Kilogramm, so Wunner.
Die Fachbehörde überprüfte zum Vergleich die Prien im Ortsbereich von Prien, da die schwarzen Vögel aus Scheu vor dem Menschen dort nicht auftauchen. "Dies sind für uns Referenzstrecken, in denen man noch intakte Fischbestände vorfindet", so Wunner, "auch wenn die Gewässerstrukturen dort deutlich schlechter sind als außerhalb." Tatsächlich ließen sich bei der Befischung in der Ortsmitte 56 Bachforellen aller Größen und einem Fanggewicht von 15 Kilogramm nachweisen, obwohl die Befischungsstrecke dort nur 75 Meter betrug.
Den Rest des Artikels gibt’s hier:
http://www.ovb-online.de/land/wie-totales-fischsterben-699158.html
Dabei erinnerte ich mich beim Giessener NABU (im 02/2009er SPECHT) etwas dazu gelesen zu haben:
„Als weiteres plakatives Beispiel kann angeführt werden, daß schwerwiegende Aussagen, wie z.B. daß die Einbußen in der Fischfauna in naturnahen Abschnitten noch wesentlich stärker gewesen seien als in naturfernen Abschnitten, aufgrund statistisch fragwürdiger Trendlinien postuliert wurden. Tatsache ist, daß keine einzige aufgrund dieser Trendlinien getroffenen Aussagen einer wissenschaftlichen Überprüfung standhält. In einigen Graphiken dreht sich bei Versetzen eines einzigen Punktes der gesamte Trend um.“
Eigentlich hatte ich beim NABU nur etwas über die aktuellen hessischen Winterbestände und Schlafplatzzahlen gesucht und dazu folgendes gefunden:
„Die deutschen Kormoranbestände bewegen sich bereits seit 1994 auf einem konstanten Niveau von rund 15.000-16.000 Brutpaaren.“
Tom
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Hallo Vogelfreunde,
da hier die „Überspannung von Vogelnestern“ diskutiert wurde ein entsprechender Beitrag über ein Gewässer:
Rund 15 Mitglieder des 1. Münchner Angler Clubs, der die Fischereirechte für das Gewässer bei Oberau besitzt, hatten erst im Dezember 2009 in mühevoller Arbeit feste Schnüre jeweils im Abstand von fünf Metern auf beiden Uferseiten über den Lauterbach gespannt, um die Fische dort vor Kormoranen zu schützen. „Diese Maßnahme erschien uns als letzte Rettung, da im vergangenen Winter eine große Zahl von Kormoranen den Fischbestand um 60 Prozent dezimiert hat“, erläutert der Vorsitzende Richard Kick.
Offenbar passte das einigen vermeintlichen Tierschützern nicht. Nur kurze Zeit später haben Unbekannte „die Seile zerschnitten sowie am Ufer stehende Weidepfähle herausgerissen und in den Bach geworfen“, berichtet Reinhard Dollrieß von der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen.
Diese Leute, die mit Autos aus München angereist sein sollen, hätten „Tierquäler“ und „Vögelmörder“ geschrien.
http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/lauterbach-unbekannte-zerstoeren-kormoran-abwehr-611830.html
Ist evtl. auch eine Info für die Leute die in der Petition gefordert hatten den Abschuss zu verbieten und die Überspannung forderten, aber auch für die die sich am Gewässer als Vogelspanner immer so herzlich begrüßt fühlen sowie für jene die kleine Bäche als Jagtgewässer für Kormorane ungeeignet halten.
Tom
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Lieber Jörg Brauneis,
vielen Dank für die Frage. Genaueres zu Ornitho.de weiß sicher Stefan Stübing, unser Avifaunareferent, der Mitglied im DDA-Präsidium ist, allerdings gerade mit der Familie für ein paar Tage außer Landes ist.
Meine persönliche Meinung zu der von Ihnen aufgeworfenen Frage ist: Ich bin mir sehr sicher, dass der Erfolg des HGON-Birdnet auch damit zusammenhängt, dass man sich nicht registrieren muss, um mitzumachen und dass die Beobachtungen unstandardisiert eingegeben werden können. Das animiert viele Menschen, mitzumachen.
Das Melden bei Ornitho.de bedarf der Registrierung, weil darüber wohl ein wenig Qualitätskontrolle etc. läuft und ist standardisiert. Der Vorteil von Ornitho.de ist, dass man wegen der Standardisierung die Daten viel besser auswerten kann.
Dieser Unterschied zwischen unserem "niedrigschwelligen" Angebot und dem etwas anspruchsvolleren Ornitho.de ist es, der eine Übernahme der Daten nicht ganz einfach machen wird, weil Ornitho.de die Beobachtung ja einem registrierten Nutzer zuordnen muss und auch die Beobachtungen in einer auswertbaren Form braucht. Ich kann mir vorstellen, dass sich da eine elektronische Lösung für finden lässt. Bevor wir über eine (nicht ganz geringe) Investition in diese Richtung nachdenken, würde ich aber erst einmal den Start von Ornitho.de und seine Entwicklung abwarten.
Herzliche Grüße
Ihr Oliver Conz |
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Sehr geehrter Herr Conz,
in einer Beilage zu "Die Vogelwelt" (Heft 4, 2009) hat der Dachverband Deutscher Avifaunisten angkündigt, ein Internetformum für avifaunistische Gelegenheitsbeobachtungen in ganz Deutschland zu schaffen unter dem Namen "ornitho.de". Da wohl auch beabsichtigt ist, die landesweiten Fachverbände zu integrieren, würde es mich interessieren, ob geplant ist, die HGON Birdnet - Meldungen auch in "ornithio.de" zu integrieren.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg Brauneis |
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Hallo Herr Kühn,
ich kann gut verstehen, dass Sie mit den Jungvögeln leiden, bei denen eine Sterblichkeit von 80% allerdings normal ist, auch durch andere Faktoren bedingt.
Deshalb würde ich nichts gegen die Elstern unternehmen, denn sie erzeugen durch ihr "räuberisches" Verhalten Selektionsdruck und zwingen die "Opfer", sicherere Nester zu bauen oder z.B. mehrfach zu brüten. Das Verhalten der Elstern hat deshalb keinen größeren Einfluß auf die Populationsgröße der anderen Arten wie z.B. Hagelschauer oder Krankheiten (im Gegensatz zu manch menschlichem Verhalten).
So ähnlich funktioniert es auch mit den Meeresschildkröten, die zu Tausenden schlüpfen, damit am Ende noch ein paar übrigbleiben, die die Population stabil halten.
All das setzt natürlich voraus, dass der Lebensraum qualitativ bestehen bleibt und keine (zer)störenden Einflüsse hinzukommen.
Viele Grüße,
Marcus Beike |
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Hallo Herr Kühn,
selbstverständlich müssen Sie nichts tun, sie können natürlich
helfend eingreifen, wenn Sie es für nötig empfinden. Das habe ich
auch schon mit Erfolg praktiziert. In einer Goldtalerulme befand sich
ein Nest mit Bluthänflingen, die Elstern direkt im benachbarten Garten
nur 10m entfernt davon, waren mir definitiv ein "Dorn im Auge".
Man kann in angemessenem Abstand das Nest mit einem verzinkten
Maschendraht umspannen, besonders gut geht das bei Kleinvögeln.
Die Elstern werden allerdings wachsam bleiben und auf den ersten
Ausflug der Jungvögel warten. Wenn man rechtzeitig genug beginnt
sie an eine Futterstelle zu gewöhnen hilft auch das.
Viel Freude mit den Gefiederten
Andrea Wiegand
Wabern |
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Guten Abend, Herr Dettmann,
danke für Ihren Beitrag. Mir sind die von Ihnen angesprochenen Basics, denke ich, doch auch ganz gut bekannt und ich versuche als langjähriger Orni auch, da in Richtung Naturschutz zu vermitteln, was, wie fast alles im Leben, aber nicht immer von Erfolg gekrönt ist.
Mit dem Vegetarismus ist es vermutlich ähnlich, deshalb hatte ich in meinen Beitrag extra ein "vielleicht!" stehen, als ich auf diese eventuelle Lösung hinwies. Ob kollektiver Vegetarismus eine Lösung für irgendetwas sein könnte, ließe sich halt nur durch Praxistest rausfinden. Dass es mit dem menschlichen Fleisch- und Fischkonsum allerdings so nicht weitergehen kann und darf wie bisher, davon bin ich fest überzeugt. Die Erde ist ein menschengemachtes Schlachthaus. Wer dabei mit im Boot sein will, soll das tun, aber bitte nicht über diejenigen lachen, die versuchen, es besser zu machen, weil sie diese sinnlose Metzelei nicht mehr ertragen können oder wollen.
Zudem: Weniger Fleisch bedeutet SOFORT mehr mögliche Fläche für ECHTE WILDNIS in Europa, da man 5-7 mal weniger landwirtschaftliche Nutzfläche für Vegetarier braucht als für Fleischesser. Und genau diese Fläche würde zumindest theoretisch bei einem Umstieg auf Vegetarismus frei. Und darauf würde ich persönlich es schon gerne mal ankommen lassen. Besser ließe sich der menschliche Druck auf 100 % der Landesfläche kaum entschärfen, denke ich.
Ich gucke auch gerne dem Eisvogel am Fischteich zu, noch viel lieber sähe ich ihn allerdings in einer Wieder-Naturlandschaft, in der wir Menschen nur noch Besucher /Gast und nicht mehr Aus-Nutzer wären. Und dies ist ohne massiven Verzicht auf Fleisch und landwirtschaftliche Fläche nicht zu erreichen (s.o), mit deutlich mehr Vegetarismus aber vielleicht. Ich finde, einen Versuch wäre es wert.
Grüße
M. Roth |
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Hallo zusammen,
leider halten sich seit einigen Tagen zwei Elstern in und um unseren Garten auf, die ich nun bereits zweimal mit Jungvögeln im Schnabel sehen konnte. Nun habe ich Angst, dass sie sich häuslich einrichten und weitere Nester plündern.
Muss ich das einfach lernen zu akzeptieren, sollte ich etwas unternehmen? Wenn ja was?
Mit tut das Herz weh...
Viele Grüße
Peter Kühn |
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Hallo Herr Müller,
hallo Herr Roth,
danke für Ihre Beiträge und auch für den Hinweis, dass es tatsächlich den Beruf des Teichwirtes/Fischwirtes gibt. Ich war sehr aufgewühlt mit meinen Gefühlen aufgrund des gesamten Themas hier im Forum, dass ich etwas unüberlegt geschrieben habe. Ich hoffe, ich werde jetzt nicht von dieser Beufsgruppe "geangelt" ;-)
Übrigens: ich bin Vegetarierin seit einigen Jahren, das bezieht sich auch auf den Fisch. Ich esse aber Produkte wie Ei, Milch, Käse ... und dies überwiegend aus ökologischer Haltung. Es ist also möglich, dass auch Natur-/Tierschützer und Ornis (in meinem Fall Hobby-Orni) zu so etwas in der Lage sind. Aber Sie haben schon recht, Herr Roth, es ist sehr schwer, davon zu überzeugen, wenigstens den Fleischkonsum zu reduzieren. Doch ich gebe nicht auf.
In diesem Sinne ...
viele Grüße
Karin Adolph
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Diskutieren Sie im HGON-Forum mit dem Vorsitzenden über aktuelle Fragen des Naturschutzes.
Lob, Anregungen und Kritik sind herzlich willkommen! Anonyme Beiträge werden allerdings
umgehend gelöscht.
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