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Hallo Herr Beike,
Sie fragten
ob dieser Bach überhaupt die Voraussetzungen hat, dem Kormoran als Jagdgewässer zu dienen (Tiefe, Breite, genug Start- und Landefläche...).
Ich habe die Kormorane schon in Bachabschnitten mit 1,5m Breite landen + starten sehen, auch per Landgang über die Wiese sind solche Gewässer zugänglich.
Im Artikel lese ich dazu:
»Die Salzböde wird überhaupt nicht stark vom Kormoran frequentiert. Wenn man den Bach entlang fährt, sieht man in der Regel nur wenige Vögel, was dieser Bach durchaus verkraften kann«, so Zedler.
Meine Überlegungen „was der Bach verkraften kann“ habe ich schon im Beitrag für Frau Adolph geschrieben, was Naturschutzbund-Kreisvorsitzende Dr. Zedler denn für Überlegungen angestellt um seine Aussage zu treffen?
mit welcher Berechtigung die verantwortlichen Behörden hier eine Abschusserlaubnis erteilen?
Ich lese:
Die Bestände von Bachforelle und Nase seien »überhaupt nicht gefährdet«, die von Barbe und Äsche »in einem guten Erhaltungszustand«.Letzteres treffe auf den Kormoran hingegen, den Vogel des Jahres, überhaupt nicht zu.
… und staune - denn Nase (stark gefährdet), Barbe (gefährdet) und Äsche (gefährdet) sind in Hessen und anderen Bundesländern doch Arten der roten Liste?
Wie unwissenschaftlich die Angler oftmals argumentieren« erklärt der Herr Zedler: …
»Nach vielen Untersuchungen mit Nahrungsanalysen werden Edelfischarten gerade nicht besonders geschädigt.« … Vielmehr fresse der Kormoran als Opportunist das, was er bekomme, …
Welche Untersuchung zitiert der gute Man denn hier das vom Bodensee oder vom Plöner See? Könnte bitte mal jemand dem NABU erklären das es auch andere Gewässer als große Binnenseen gibt!
Herr Beike was glauben Sie den – wissenschaftlich betrachtet- was die Kormorane in einen Äschen - /Forellengewässer so fressen?
Und was glauben Sie was die Angler über die Erkenntnisse des NABU denken wenn sie solchen Unfug lesen? |
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Hallo Frau Adolph
Ich konnte in ihren Beiträgen jetzt außer „Ach menno“ keine „detaillierten Fakten und nachweisbare Argumente lesen.
Lassen Sie mich mal die Fakten aus etwas anderer Sicht darstellen:
Die Salzböde ist ein ca. 27,6 km langer rechter Zufluss der Lahn im Landkreis Marburg-Biedenkopf …
Anhand google maps und der Dokomentation:
http://www.gewerbepark-salzboedetal.de/Eingriff_Ausgleich/Renaturierung%20Salzb%F6de.pdf
schätze ich die Gewässerbreite auf gemittelte 2m macht insgesamt ca. 5,4ha Gewässerfläche.
Für die kalten und nahrungsarmen Bäche / Flüssen der Forellen- und Äschenregion wird meist ein Fischbestand von 40 bis 150kg pro ha angenommen. Für die Salzböde sind das dann (mit 100kg gerechnet) 540kg Fischbestand unter Einrechnung der Kleinfische.
(Bitte vergessen Sie den UNFUG der auf der Internetseite des Komitees Vogelmord über den Fischbestand geschrieben wird, die liegen um den Faktor 10 bis 100 daneben.)
Pro Jahr rechnet man mit einem Ertrag oder Zuwachs von 15 bis 20% den man entnehmen kann ohne den Bestand zu gefährden. Wenn dies der Mensch tut wäre es Überfischung, wie nennen Sie es beim Kormaran?
Diese 20% Ertrag sind bei den angenommen Daten 108 kg Fische dies reicht bei 500g Futterbedarf und 15 Kormoranen etwa 14Tage, bei 25 Kormoranen für 9Tage. Wie viele Kormorane wirklich am Wasser jagten wird im Artikel leider nicht angegeben. Das alle geschossen wurden ist jedoch nicht anzunehmen, meine Schätzung also niedrig angesetzt.
Wenn man den Gesamtbestand betrachtet reicht dieser bei 500g Futterbedarf und 15 Kormoranen etwa 72Tage, bei 25 Kormoranen für 43Tage - dann ist der Bach leer. .
So können in einen Winter Bestände bedrohter Fischarten dezimiert werden, im Artikel sind ja 3 Arten genannt. Ob die verbleibenden, meist kleinen Einzelfische es bis zur Laichreife schaffen oder schon im nächsten Winter geholt werden?
Sie schrieben: „Die Argumentation der Sportfischer schreit ja zum Himmel. Es ist unglaublich, was diese Leute für eine Lobby haben. Die brauchen nur einen "pieps" zu sagen und schon reagieren die Behörden zu deren Vorteil.“ - lesen Sie sich doch mal die Webseite der Arbeitsgemeinschaft Sinn durch wie dort der Bestand dezimiert wird und kein weiterer Vergrämungsabschuß genehmigt wird.
Tom S c h l e g e l |
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Hallo liebe Frau Adolph,
da ich mich im Gebiet der Salzböde nicht auskenne, würde mich mal interessieren, ob dieser Bach überhaupt die Voraussetzungen hat, dem Kormoran als Jagdgewässer zu dienen (Tiefe, Breite, genug Start- und Landefläche...).
Falls nicht würde mich dann wiederum interessieren, mit welcher Berechtigung die verantwortlichen Behörden hier eine Abschusserlaubnis erteilen, wenn laut Presseartikel noch nicht einmal Fischwirtschaft betrieben wird.
Viele gespannte Grüße,
Marcus Beike |
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Hallo zusammen,
ich möchte eine negative Nachricht bekannt geben:
Hessen/Landkreis Giessen
Kurzen Prozess macht der Landkreis Giessen
mit dem Jahresvogel:
Wo andernorts noch über Vergrämung und Störung debattiert wird, erhöht der Landkreis die Abschußquote des Kormorans im Salzbödetal.Die Salzböde ist ein kleiner Bach, der in die Lahn fließt.
http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Lollar/Kormoran-im-Salzboedetal-hat-schlechte-Karetn-_arid,166828_regid,1_puid,1_pageid,42.html
Diese unschöne Information habe ich aus einem meiner Foren entnommen. Ein (Storchen)-Freund, den ich gut kenne, hat dies dort gepostet.
Ich habe ihm gesagt, dass ich es im HGON-Forum bekannt gebe. Er liest hier ab und zu und teilt Beobachtungen im Birdnet mit.
Traurige Grüße
Karin Adolph
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Hallo Frau Wiegand,
hallo Herr Roth,
danke schön für Ihren "Beistand". Ich weiß, dass mein Einsatz vielleicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Aber ich gebe nicht auf. Gestern habe ich unendlich viele Aufnahmen gemacht von einem Teilbereich der Gründau. Diese werde ich auf eine CD brennen und zuerst einmal bei unserem seit erst knapp zwei Jahren amtierenden neuen Bürgermeister vorsprechen. Er ist sehr umgänglich und recht aktiv im positiven Sinne. Erst wenn dabei nichts herauskommt, werde ich die Idee von Ihnen, Herr Roth, aufgreifen und die entsprechenden Tageszeitungen kontaktieren. Zudem gibt es einige Bürger aus meinem Ort, die ebenso entsetzt sind über diese "Wüste" rund um die Gründau. Beim Fotografieren wurde ich sogar von einem Spaziergänger angesprochen darauf, er fand es sehr gut, dass ich das entsprechend bildlich festhalte.
Ich habe keine zu großen Erwartungen, dass so etwas in der Zukunft nicht mehr passiert, aber ich gebe auch die Hoffnung nicht auf. Es gibt eine afrikanische Weisheit: "Hoffnung ist der Anker der Welt"
In diesem Sinne grüßt Sie
Karin Adolph |
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Hallo Frau Adolph,
hierzu einmal ein Link, vielleicht kennen Sie die
Seiten noch nicht.
http://www.wildvogelhilfe.org/garten/garten.html
Vogelfreundliche Grüße aus Wabern
Andrea Wiegand
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Hallo Frau Adolph,
bezüglich des Heckenschnitts in den Gemeinden habe ich in den letzten Jahren
leider die gleichen negativen Erfahrungen machen müssen. Aus Kostengründen wird
hier alle ca. 3 Jahre ein Kahlschnitt gemacht, bei allen Gehölzen. Für
einige Gehölze ist einer solcher Schnitt wohl angebracht, danach richtet sich aber
niemand mehr, aus Kostengründen wird alles bis ca. 15cm auf den Bodengrund zurückgeschnitten. Auch die Ansprechpartner vor Ort sind nicht mehr so qualifiziert, wir
hatten vor einigen Jahren einen ausgebildeten Natur- und Landschaftspfleger für diese Angelegenheiten, das ist Vergangenheit. Heute darf er allenfalls noch ab und an als freier Mitarbeiter tätig werden, wenn´s garnicht mehr zu vermeiden ist.
Gerne gesehen in der Gemeinde und bei den Anwohnern sind gemischte Hecken, die zu jeder Jahreszeit einige blühende Sträucher zeigen. Dafür gibt es viele Vogelnährgehölze die mit anderen Ziergehölzen zusammen eine bunte Hecke bilden können. Da muss man wenn man die Möglichkeit dazu hat versuchen ein Vorbild zu sein, sicher mit kleinem Erfolg, aber immer noch besser als keiner.
Wichtig dabei ist natürlich auch zu vermitteln, dass diese Hecken zur rechten Jahreszeit geschnitten werden, sonst nützen die Vogelschutzgehölze höchstens dem Sichtschutz. Auch das ist nicht einfach zu vermitteln, der "Ordnungssinn" ist allgegenwärtig. Auch hier heißt es Vorbild zu sein und aufzuklären.
Frühlingsgrüße aus Wabern
Andrea Wiegand
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Hallo Frau Adolph,
möchte Ihnen für Ihre Haltung und Ihr Engagement ganz herzlich ein dickes persönliches Lob "schicken", was leider die Hecken in Gründau nicht retten kann, aber vielleicht ihr Engagement verlängern hilft (?).
Mit Landwirten und Hecken "kenne ich mich etwas besser aus" als mit Teichwirten und Kormoranen, und ich kann Ihren Ärger sehr gut nachvollziehen. Was bleibt, ist oft nur Hilflosigkeit. Denn ändern lässt sich fast nichts.
Was hier in Nordhessen in solchen Fällen aber meist gut klappt, ist ein Artikel mit Fotos in der örtlichen Tageszeitung. Zumindest in Wolfhagen gibt es dankenswerter Weise in der betreffenden Redaktion sehr offene Ohren für derlei Anliegen. Das hilft auch erst mal nicht konkret, hält aber das Thema im Gespräch, verdeutlicht, dass es "Gegenöffentlichkeit" gibt und wirkt (hoffentlich) positiv in die Zukunft. Versuchen Sie`s doch einfach mal.
Ohne zivilen Ungehorsam geht (fast) nichts mehr bei den aktuellen Verhältnissen. Das sehe ich ähnlich wie (anscheinend auch) Ihr Bekannter. Insofern "Viel Glück und Erfolg!".
Ihre Gegend kenne ich etwas, da ich dort früher mal beruflich Biotopkartierungen gemacht habe; schön da. Möge es mindestens so schön bleiben, wie es (noch) ist!
Herzliche Grüße
M. Roth |
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Hallo Frau Adolph,
die "NRW-Sache" und Ihre Anregung hatte ich mitbekommen, aber leider vergessen zu antworten.
Sie wird auf jeden Fall in das Anschreiben mit einfliessen wie auch die Tatsache, dass besonders nach dem strengen Winter darauf geachtet werden muss, inwiefern dieser sich auf den Bestand ausgewirkt hat bzw. immer noch auswirkt.
Wiegesagt werde ich die Petition möglichst in dieser Woche abschicken. Sobald (bzw. falls!) eine Reaktion kommt werde ich sie entweder sinngemäß oder im Wortlaut (falls genehmigt) hier einstellen.
Viele Grüße,
Marcus Beike |
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Hallo Frau Wiegand,
hallo die Herren Roth und Brauneis,
ich habe die Diskussion über Hecken und Naturschutz hier sehr interessiert mitverfolgt, aber bisher nichts dazu geschrieben, da ich nicht so versiert bin wie Sie alle. Ich wollte aber dennoch mitteilen, dass in meiner Gesamtgemeinde Gründau unser gleichnamiges
Flüsschen "Gründau" umsäumt ist von unendlich vielen Hecken, Gehölzen, Weiden und Erlen. Das Wasser darf seinen Lauf nehmen in Kurven und Windungen, eigentlich ist es ein idyllischer Anblick. Jedoch der Schein trügt, und zwar immer kurz vor dem Frühling. Denn im Februar wird diesen Hecken und Gehölzen, ja sogar den kleinen Bäumen der Garaus gemacht. Es sieht danach aus wie auf einem Schlachtfeld.
Dieses Jahr ist meines Erachtens der Gipfel erreicht worden: in meinem Ort Niedergründau wurde in einigen Bereichen das Ufer der Gründau derart verwüstet, weil ganze Hecken und kleine Bäumchen mitsamt der Wurzeln herausgerissen worden sind. Vom hiesigen Vogelschutzverein wurden Bilder gemacht und dies unserer Gemeinde gemeldet. Bis heute gab es keinerlei Resonanz.
Auch hier wurden keine Fachkräfte eingesetzt, sondern es wurden Helfer auf 1-Euro-Basis heran gezogen, was ja an sich nichts Verwerfliches ist (ich bin selbst von Hartz IV betroffen im "zarten" Alter von 59 Jahren und würde solche Arbeiten sofort machen, aber dann nicht auf diese Art und Weise, da würde ich mich weigern, auch wenn mir dadurch 30 % der Grundsicherung gestrichen würde!) Leider muss an allen Ecken und Kanten gespart werden, die Gemeinden haben weniger Geld zur Verfügung, so auch weniger für den Naturschutz.
Ich bin zwar ehrenamtlich aktiv, allerdings nicht mehr im Naturschutz, sondern in der Betreuung von alten Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Dem Natur- und Tierschutz habe ich mich dennoch verschrieben, auch ohne Ehrenamt, und setze mich ein, wo es nur geht. Eine Zeitlang war ich in unserem Vogelschutzverein Mitglied, doch da habe ich mich zurückgezogen aus privaten und diversen anderen Gründen. Ich möchte mich vereinsmäßig nicht mehr binden, aber dennoch unterstützend mitarbeiten, sei es nun bei HGON, NABU etc. Und genau das mache ich im Moment. Wo ich kann, werde ich aktiv, so, wie es meine Kräfte erlauben. Aus diesem Grunde gehe ich auf eigene Faust los und mache ebenfalls Fotos von dem verwüsteten Ufer der Gründau und kontaktiere erneut unsere Gemeinde, notfalls die UNB. Wir haben den Eisvogel und die Wasseramsel hier, sie brauchen intakte Uferböschungen. Doch ohne Wurzelwerk von Hecken, Gehölzen und Bäumen ist das nicht mehr gegeben. Mit diesen Fakten werde ich aufwarten.
Leider hat hier ein großer Landwirt mit Milchkühen das Sagen, ihm gehören fast alle Wiesen und Felder rund um die Gründau, so auch die Auenwiesen. Da wird gedüngt auf Teufel komm raus … und auch überragende Hecken unbarmherzig mit dem Trecker zerstört, Flächen mit Brennnesseln abgemäht, die am Rande der Gehölze wachsen. Dagegen werde ich wohl nichts unternehmen können, der Mann ist zu groß und zu stark als Vorsitzender des Hessischen Bauernverbandes. Und dieses Jahr kommt er dann noch "groß" heraus: er baut eine Biogasanlage, was ja auch irgendwie vernünftig ist, dies kommt unserer Umwelt zugute, aber nur dann, wenn Streuobstwiesen dadurch nicht vernichtet werden. Das ist leider in geringem Umfang geschehen, und ohne Genehmigung der UNB ist so etwas eigentlich nicht möglich.
Ja, da kann einem das Blut schon kochen, doch muss man als Natur- und Umweltschützer immer klaren Kopf bewahren und sachlich bleiben. Ich hoffe, ich schaffe das, notfalls hole ich mir Hilfe. Es gibt ja genügend kompetente Leute hier im Forum …. und ich kenne auch noch einen außerordentlich guten und qualifizierten Mann, der nicht viel redet, sondern handelt, nach Möglichkeit im Rahmen der Gesetzgebung.
Offene Grüße
Karin Adolph
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Hallo Herr Beike,
vielen Dank für die Information über den Stand der Kormoran-Petition. Habe nicht erwartet, dass mehr als 500 Unterschriften bis heute zusammen kommen. Sehr gut!
Am 24. Februar hat Herr Erlemann im Forum mitgeteilt, dass ab April d. J. in NRW kein Kormoran mehr geschossen werden darf – so die Entscheidung des dortigen Umweltministeriums. Dazu habe ich hier am 26. Februar meine Idee kundgetan, dass vielleicht das RP Unterfranken von dieser Entscheidung unterstützend zu unserer Petition informiert werden sollte. Haben Sie diese Idee aufgegriffen oder finden Sie das nicht so gut?
Übrigens: ich möchte an dieser Stelle ein DANKE SCHÖN an Sie aussprechen für Ihre Mühe in Sachen Kormoran-Petition!
Viele Grüße
Karin Adolph
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Hallo Herr Dr. Brauneis,
nein, nein!, da haben sie mich falsch verstanden (oder ich habe mich missverständlich ausgedrückt).
Was den amtlichen Naturschutz angeht, sind wir, denke ich, einer Meinung. Kein Stück mehr davon, bitte.
Was ich mir vorstelle, ist Naturschutz abseits von Behörden und Verbänden. Im vernetzten Zeitalter muss man flexibel heute mit diesem und morgen mit jenem Allianzen eingehen, um Erfolg zu haben. Das kann, aus einleuchtenden Gründen, der Verbandsnaturschutz, so wichtig er ist und auch bleiben wird, nicht leisten.
Wie das organisatorisch aussehen könnte, ob es dazu überhaupt eine "Organisation" braucht, ob das nicht "einfach so ginge" ...: ?. Ich denke an die 1980er, als sich, je nach Zweck, Zehntausende zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort versammelten, ohne dass ein Verband, eine Partei, ein Organisationskommitee dahinter stand. Kommt alle!, hieß es , und dann kamen sie. Schaun mer mal.
Was mir, zumindest akademisch, etwas Sorge bereitet, ist, dass der Verbandsnaturschutz nicht mehr in der Fläche präsent ist, es auch nicht mehr sein kann. Der Bürger weiß oft gar nicht mehr, an wen er sich mit einem Anliegen wenden könnte. Neulich fragte mich der Geschäftsführer eines hessischen Naturparkes, wer denn die für das Gebiet zuständigen NABU und HGON-Kreisvorsitzenden seien. Mich, der ich weder im NABU noch in der HGON bin! - Das sind Dinge, die dürften nicht sein, die Verbände müssten von sich aus ein Interesse daran haben, jederzeit mit dem aktuellen Personaltableau bei solchen Institutionen präsent zu sein. Und wenn es aus Zeitgründen persönlich nicht geht, dann per "mail-update".
In Nordhessen zum Beispiel, mit seinen vielfältigen Naturschönheiten, gibt es bis heute keine Präsenzadresse, kein Naturschutzzentrum der großen Verbände, wo wenigstens ein AB liefe, der auch mal abgehört wird (von lebenden Mitarbeitern ganz zu schweigen). Alles geht am Feierabend über Ehrenamt. - Das halte ich für nicht zielführend. Ohne bezahlte Stellen bei den Verbänden wird es eng, denke ich. Von der immer höheren Arbeitsbelastung der Ehrenamtlichen ganz abgesehen.
Hoffe, jetzt ist es klarer.
Grüße
M. Roth |
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Sehr geehrter Herr Roth,
Ihrer Stellungnahme entnehme ich, dass Sie sich von einer verstärkten, amtlichen Institutionalisierung des Naturschutzes Verbesserungen erhoffen. In dieser Frage bin ich ganz anderer Ansicht. Was ist in den letzten Jahrzehnten nicht alles an amtlichen und halbamtlichen Naturschutzinstitutionen (Stiftungen usw.) geschaffen worden. Und das Bewußtsein um die Bedeutung des Naturschutzes in der Bevölkerung ist dennoch immer weiter zurückgegangen. Wenn wir etwa die Unteren Naturschutzbehörden bei den Landkreisen ansehen, so werden dies doch häufig von der Kommunalpolitik entmündigt und gehemmt, wenn nicht ein persönlich engagierter Behördenleiter/-mitarbeiter hier eigenständig Akzente setzt. Die Naturschutzverwaltungen haben doch oft genug damit zu tun, sich selbst zu erhalten. Nach meiner Meinung muss der ehrenamtliche Naturschutz auf klare Distanz zum amtlichen Naturschutz gehen im Sinne einer kritischen Partnerschaft. Vor allem aber muss der ehrenamtliche Naturschutz hier die Meinungsführerschaft übernehmen, gleichsam Trendsetter sein, so wie es in den goldenen Zeiten der HGON war.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg Brauneis |
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Hallo zusammen,
ich habe soeben die Datensätze der Unterschriften unter der Kormoranpetition heruntergeladen und werde Sie in dieser Woche, sofern zeitlich machbar, in ein ansehnliches Format bringen, um sie nach Würzburg zu schicken.
Es haben sich bis dato 516 Personen eingetragen.
Viele Grüße,
Marcus Beike
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Hallo zusammen,
da sehe ich genauso wie Dr. Brauneis, Lobbyarbeit, Aufklärung ist hier gefragt.
Der Ansatz sollte so früh wie möglich beginnen:
Schauen wir uns doch einmal an wie unsere Kinder aufwachsen?! Wer lehrt ihnen Rücksichtnahme im Umgang mit Mensch,Tier und Natur? Da sind Eltern, Kindergarten,
Schule in der Pflicht. Die Eltern haben keine Zeit, der Kindergarten ist personell unterbesetzt, die Schule durch Reformen gebeutelt und an den Lehrplan gebunden,
der unsere Anliegen kaum berücksichtigt. Was können wir da denn erwarten?
Ich habe auich eine Tochter die sich derzeit nicht für den Naturschutz interessiert, aber mit ihm aufgewachsen ist. Ich bin zuversichtlich, dass sie sorgsam damit umgehen wird in der Zukunft, anders habe ich das uch nicht gelernt.
Ja, wird sind zuwenig, aber immer noch besser als garnicht und wer weiss...?
Viele Grüße aus dem
verschneiten Wabern
Andrea Wiegand
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| So wurde irgend wann in dem letzten 3 Monaten auf einer Feldholzinsel wo kein Weg noch Steg ist, aber drumherum um so mehr moderne Landwirtschaft betrieben wird, eine mehrere hundert Jahre alte Eiche gefällt. Durchschnitt ca. 1,80 m. Vor 6 Jahren zeigte sich hier und da am Baum abgestorbene Äste, dann jedes Jahr mehr, voriges Jahr mehr abgestorbene als gesunde Äste. Ein schöner Festgenagelter Jägerhochsitz wurde auch so vor ca. 6 Jahren dort angenagelt, es war schließlich ein riesiger einzelner Baum dort mit Büschen drumherum,, da konnte man weit ins Feld sehen. Es wurden wie ich jetzt erst hörte auf den Baum immer mal Schießübungen mit Kupfergeschossen von dem Jäger betrieben. Jetzt liegt er um und das Holz kann wohl nur noch als Brennholz verwendet werden. Besitzer ist die ev. Kirchgemeinde Borken - Nassenerfurth. Schriftliche Genehmigung liegt nicht vor aber die UNB im Kreis war als Gutachter dort, allerdings ohne uns ehrenamtliche. Als Naturdenkmal wurde er, warum auch immer? nicht gelistet. Ca. 500 m weiter, steht die nächste Eiche so stark wie die oben beschriebene aber gelistet als Naturdenkmal, steht aber auf Kommunen Grund. Was macht man nun als staatl. Vogelschutzbeauftragter? Bisher habe 6 Nassenerfurther Einwohner bei mir angerufen warum gegen diesen Frevel niemand etwas unternehmen will? Hat von Euch jemand einen Rat für mich? Ich nehme ihn dankend an, Hans-Jürgem Wissemann |
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Herr Brauneis,
danke für Ihre Worte. Besser kann man es glaube ich nicht sagen. Der ehremamtliche Naturschutz hat sich weitgehend in Nischen zurückgezogen. Ich befürchte, dass das nicht wirklich gewollt oder gewünscht ist, sondern eher Folge einer seit über 20 Jahren bestehenden Strukturkrise in den Verbänden. Überalterung, Männergesellschaft usw., hatten wir hier im Forum schon. Und nur mit Ehrenamt ist heute nichts mehr zu reißen. Gute Arbeit kostet. Zeit. Geld. Ressourcen ...
Ich kenne einige sehr am Naturschutz interessierte, hoch qualifizierte Menschen, die sich seit vielen Jahren lebenstechnisch mit Kurzfrist-Jobs ohne Aussicht auf Rente in Überlebensniveau, ständiger Jobsuche und Hilfstätigkeiten abseits ihrer eigentlichen Profession durchschlagen (müssen). Da bleibt nicht viel Zeit und Energie für Ehrenamt. Und wenn dann die meist gut bestallten Vereinsvorsitzenden "noch mehr Einsatz für umsonst" fordern, hat man irgendwann den Kaffee auf.
Der Fehler liegt in der Vergangenheit: Es wurde immer nur auf Ehrenamt gesetzt, und jungen engagierten Naturschützern wurden keinerlei Lebensperspektiven im Naturschutz angeboten. Für die "alte Garde" kein Problem, waren und sind sie doch verbreitet verbeamtet oder sonstwo in guter Stellung (gewesen). Da kann man auch mal "intensiv ehrenamten".
Dieser strukturelle Fehler, der schon vor 20 Jahren -samt brauchbaren Lösungsansätzen -thematisiert wurde (in Rheinland-Pfalz löste sich die GNOR wegen dieser Frage beinahe auf, die Folgen sind bis heute zu spüren), rächt sich heute.
Erneuerbare Energien: Es geht ja nicht nur um Offenland. Hier in Wolfhagen soll jetzt, sie wissen darum, vermute ich, ein interessantes Waldgebiet, vom Forst als "bedeutungslos" bezeichnet, Standort von fünf Riesenmühlen (180 m) werden. Es gibt eine BI dagegen, es gibt eine Stellungnahme der Staatlichen Vogelschutzwarte dagegen, es gibt keinerlei offizielle Stellungnahmen von NABU oder HGON dazu (manche Mitglieder outen sich als dafür, andere als dagegen).
So kann man, tut mir leid, dass sagen zu müssen und obwohl ich die betreffenden Menschen persönlich sehr schätze, heute keinen Blumentopf mehr gewinnen. Da fehlt Professionalität, da fehlt Struktur, da fehlen Zielvorgaben.
Wieder nichts Erfreuliches aus meiner Feder? - Vielleicht hat sich die bislang praktizierte Form des ehrenamtlichen Naturschutz einfach "überlebt" und man muss neue Wege gehen. Und da wäre sogar ich eventuell wieder mit an Bord.
In diesem Sinne Grüße
M. Roth |
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Zunächst möchte ich mich für die Resonanz bedanken, die meine Mitteilung zum Zustand der Hecken hier ausgelöst hat. Leider aber zeigt dies, dass die Verhältnisse in vielen Teilen Hessens ähnlich zu sein scheinen. Sicher besteht auch die Gefahr, dass vorhandene Hecken überaltern und vergreisen, dennoch erscheint mir die Gefahr einer Zerstörung durch falsche Pflege oder direkte Beseitigung größer. Ich denke aber schon, dass die Natuschutzverbände hier mehr Lobbyarbeit betreiben müssen, bei der EU, im Bund und im Land. Die Verbände müssen - immer wieder - auf die zuständigen Verordnungsgeber zugehen, aber auch auf die kommunalen Verbände und Kampagnen starten z.B. in den Tageszeitungen. Nur steter Tropfen höhlt den Stein! In den nächsten Jahren wird der Druck auf die landwirtschaftliche Fläche noch stark zunehmen, auch und gerade aus Umweltschutzgründen. Dabei ist es bedauerlich, dass die Verbände die Probleme die der Biozönose der Agrarlandschaft durch die erneuerbaren Energieformen drohen, nicht klar benennen. Dies fängt an beim Flächenverbrauch für Solar- und Windkraftanlagen in der freien Landschaft. Von der direkten Gefährdung der Vogelwelt durch die Anlagen ganz zu schweigen. Dies wird doch aus weltanschaulichen Gründen häufig von den Naturschutzverbänden klein geredet - geradezu tabuisiert. Auch der Flächenverbauch für Maiswüsten an Biogasanlagen ist ein GAU für die betroffenen Gemarkungen. Hier entstehen auf riesigen Flächen lebensfeindliche Monokulturen, die nur durch massiven Pestizideinsatz oder Gentechnik überhaupt wirtschaftlich betrieben werden können. Gleichzeitig treten diese Flächen in massive Konkurrenz zur landwirschaftliche Nahrungsmittelproduktion, was den Nutzungsdruck auf wertvolle Biotope erhöht.
Mein Eindruck ist, dass der ehrenamtlich Naturschutz hier seine Pflicht versäumt und nicht rechtzeitig auf die Gefahren für Vogelwelt, Natur und Landschft hinweist. Offenbar ist man hier wie gelähmt, weil man die erneuerbaren Energien grundsätzlich für gut hält.
Andererseits ist aber der Schutz der Hecken, Feldgehölze, Auwaldstreifen bei allen Naturschutzverbänden so unumstritten, dass er sich für eine konzertierte Aktion geradezu anbietet.
Herzliche Grüße
Jörg Brauneis |
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Hallo Frau Wiegand,
Aufklärung ist natürlich wichtig, doch wer soll sie noch leisten? Hier in "meiner" Gegend gibt es bei Gesellschaften, die subventionierte Grünpflege auf öffentlichen Flächen betreiben, den Begriff "Entgeltvariante". Das ist keine exotische Art von Geldvermehrer, sondern schlicht ein ... Mitarbeiter, den man für seine Arbeitsleistung tatsächlich noch entlohnen muss. Die anderen Mitarbeiter sind Alg-2, Arbeit statt Sozialhilfe, 1-Euro-Jobber usw., die die Tätigkeit deshalb ausführen, weil sie "müssen".
Vor über 20 Jahren gab es mal eine echte Heckenoffensive im Naturschutz, nicht nur dank H. Benjes. Anpflanzungen, Patenschaften usw. Danach schlief das meiste davon wieder ein. Wer soll es auch betreuen? In der Gemarkung des Dorfes, in dem ich lebe, gibt es fast keine einzige Hecke mehr, kein Feldgehölz, nichts. Das alles zum Nutzen eines (des inzwischen einzigen) Landwirtes im Dorf, dessen Hausname seit Jahrzehnten "Rothschild" lautet. Man könnte die Gemarkungsgrenze zur Nachbargemeinde vom Flugzeug aus deutlich erkennen, denn dort fangen sofort wieder Hecken und Feldgehölze an. Ich sprach den Hauptamtsleiter der dortigen Verwaltung einmal darauf an; er meinte trocken: "Das kann nur Zufall sein". - Auf gut Deutsch: Auch dort kein offizielles Engagement für Hecken (mehr). Von Landwirten schon gar nicht, da kann man aufklären, bis man sich den Mund fusselig geredet hat. Hecken bedeuten Ertragseinbußen, mehr braucht ein Landwirt, - der es heute auch nicht leicht hat, finanziell über die Runden zu kommen -, nicht zu wissen. Es gibt Ausnahmen, aber (zu) wenige. Und die gesetzlichen Vorschriften sind gut gemeint, aber weitgehend wirkungslos. Den Metzeler vor Ort interessieren sie nicht die Bohne. "Wir haben doch genug Bäume und Grün", sagt der Dörfler, und meint den Wald (Forst). Es bleibt ein kaum zu beendendes Elend.
Verschneite Grüße
M. Roth |
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Guten Abend,
die Infos von Dr. Brauneis sind zwar frustrierend, Herr Roth ich würde trotzdem besser nicht auf Gott bzw. die Evolution vertrauen, diesbezüglich nicht.
Hier hilft auf jeden Fall Aufklärung, sie muss nur von der richtigen Seite kommen damit sie auch angenommen wird. Viele Landwirte sind da sicher ansprechbar und auch einsichtig, die Naturverbundenheit ist vorhanden, Ausnahmen wird es immer geben. Mir fehlt hier das Hintergrundwissen, warum wird nicht von den Landwirtschaftlichen Verbänden diesbezüglich aufgeklärt? Das könnte man sicher ändern mit Hilfe der Naturschutzorganisationen. Die Vogelschutzbeauftragten, soweit vorhanden, sind da sicher überbeansprucht.
Auch der einfache Grundstücksbesitzer sollte hier mehr aufgeklärt werden, der Heckenschnitt während der Brutzeit hat mir persönlich in früheren Jahren schon des öfteren ganze Vogelnester beschert. Der "deutsche Ordnungssinn" gehört einfach nicht in den Garten, das muss man als Grundstücksbesitzer vorleben, ob es den ordnungsliebenden Mitmenschen nun gefällt oder nicht. Es gibt dazu ja auch klare Bestimmungen in welcher Zeit Gehölze und Hecken geschnitten werden dürfen, hier heißt es halt auch wachsam zu sein und auch einmal dem Nachbarn "auf die Füße" zu treten, falls nötig.
Die Entwicklung bei den privaten Grundstücksbesitzern geht leider in die entgegengesetzte Richtung, ein pflegeleichter Garten ist gefragt, möglichst komplett gepflastert. Umso wichtiger ist es natürlich den Naturschutz in Feld und Flur richtig umzusetzen. Da wird es nicht ohne klare Bestimmungen gehen, deren Einhaltung notfalls mit Geldbußen erzwungen werden müssen. Was sonst tut dem Menschen richtig weh....
Viele Grüße aus Wabern
Andrea Wiegand |
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Guten Abend!
@ Tom Schlegel:
Danke für die ausführlichen Infos zur Äsche. Interessant, was man schon alles herausgefunden hat. Hoffe nur, dieser schönen Fisch hat in Deutschland eine Zukunft.
Stichwort Hecken:
Der Umgang mit Hecken und Feldgehölzen ist ja nicht erst seit gestern eine Art Super-Gau. Seit mindestens 20 Jahren werden, aufgrund Unfähigkeit und leeren Kassen, vor allem von kommunaler Seite aus garantiert fachfremde und an der Thematik Hecken-/Baumpflege nicht einmal rudimentär interessierte Mitarbeiter, die oft nicht einmal des Deutschen mächtig sind, in die Landschaft geschickt, die dann alles falsch machen, was man nur falsch machen kann, und damit trotzdem ihren Lebensunterhalt verdienen (müssen).
Die neuen Schlegelmäher und was es da noch alles gibt an technischen Finessen, haben nur ein Ziel: In möglichst kurzer Zeit möglichst viele laufende Meter Hecke im Sinne des Wortes zu massakrieren und zu schreddern. Inzwischen machen da leider auch Straßenbau und Landwirtschaft bestens mit.
Die einzige Lösung, die ich derzeit sehe (und die eigentlich gar keine ist): Lieber keine Hecken mehr, als solche Trümmer, an denen sich Unfähige Jahr für Jahr austoben dürfen, deren Bewohner Jahr für Jahr gemetzelt und gequält werden und das Ganze auch noch als entgeltwerte Leistung anerkannt wird. Gäbe es nix mehr zum "Schneiden", wäre - vielleicht! - ein Neuanfang möglich. Und es würden keine Heckentiere mehr von einem Teil der Menschheit sinnlos gequält, zumindest bei uns nicht. Deshalb: Dem Wirtschaftskreislauf entzogene Rückzugsräume für eine hoffentliche Wiederbesiedlung der Fläche schaffen und - auf Gott / die Evolution vertrauen (?).
Ohne umfangreiche Privatflächen in Naturschutzhand geht auch bei Hecken langfristig nichts mehr. |
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Sehr ggehrter Herr Conz,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Natürlich haben Sie recht, dass die Landwirte aus Rücksicht auf die Hecken/Waldrandbäume usw. auf die Flächenprämie verzichten sollten. Aber nun sind nicht alle Menschen bereit, auf einen Teil ihres Einkommens aus Naturschutzgründen zu verzichten. Außerdem wurden die Flächen - zum Teil - auch vorher schon bewirtschaftet (etwa unter meterweit über die Ackerfläche geschobenen Traufästen von Waldrandbäumen). Dies sieht aber von oben so aus, als sei die Fläche unbewirtschaftet. Andererseits sind die Landwirte nicht mehr bereit, das Hereinwachsen von Heckenrändern - etwa in Wildäcker (für das Rebhuhn angelegt) zu dulden, da ihnen diese Flächen dann herausgerechnet werden. Nur an die Rücksichtnahme zu appellieren, ist sicher einfach blauäugig. Vernünftig wäre es gewesen, die Flächenprämie für einen Betrieb festzulegen, auch wenn Hecken, Bäume dann einwachsen. Heckenpflege ist ein ganz besonders Kapitel. Aber auch hier überwiegen die schlechten Beispiele deutlich. Handlungsbedarf besteht nach meiner Meinung sowohl bezüglich der Landwirtschaft, als auch bezüglich der Kommunen und auch der Straßenmeistereien, die sich nur zu gerne hinter der Verkehrssicherungspflicht verstecken.
Herzliche Grüße
Jörg Brauneis |
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Hallo lieber Herr Schlegel,
leider sind meine "kleinen schwarzen Federfreunde" damit nicht gerettet.
Vielleicht haben Sie es übersehen oder einfach nur das veraltete Gesetz gelesen, aber in der Neufassung des Gesetzes (gültig ab 01.03.2010) findet sich nämlich auch die Definition für eine "invasive Art":
"...eine Art, deren Vorkommen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets für die dort natürlich vorkommenden Ökosysteme, Biotope oder Arten ein erhebliches Gefährdungspotenzial darstellt"
Und laut Plenarprotokoll 17/11 des Deutschen Bundestages vom 16.12.2009 ist die Bundesrepublik "als Vertragspartei der CBD
(dt. "Übereinkommen über die biologische Vielfalt") aufgerufen, die Einbringung solcher Arten zu verhindern, diese Arten zu kontrollieren oder zu beseitigen."
Ausserdem "sind Arten zu beobachten, bei denen Anhaltspunkte dafür bestehen, dass es sich um invasive Arten handelt....
Soweit diese Tiere natürlich vorkommende Ökosysteme, Lebensräume oder Arten beeinträchtigen, besteht ein vernünftiger Grund, diese der Natur zu entnehmen."
Es mag Zufall sein, dass ausgerechnet jetzt die Frage nach der Herkunft des Kormorans gestellt wird, das möchte ich nicht abschliessend beurteilen, aber die Auseinandersetzung mit Behauptungen wie denen von Christer Olburs muss unvermindert weitergehen, um Versuchen entgegenzuwirken, die öffentliche Meinung in eine Richtung zu lenken, die lediglich auf seinen Vermutungen wie dem "Kormoranschiff" beruht.
Viele Grüße,
Marcus Beike |
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Lieber Herr Dr. Brauneis,
natürlich haben wir Naturschutzverbände den Versuch unternommen, die Auswirkungen der europäischen Agrarpolitik zu begrenzen. Ein Ergebnis ist, dass Lebensraumstrukturen, wie zum Beispiel Hecken und Lesesteinhaufen, im Rahmen der sogenannten Cross-Compliance bei der von Ihnen zutreffend beschriebenen Flächenberechnung angemessen berücksichtigt werden müssen. Dafür müssen die Länder Vorkehrungen treffen. Darüber hinaus heißt es in der Verordnung wörtlich: "Mit Blick auf besondere Umweltbelange ist eine gewisse Flexibilität innerhalb der Grenzen vorzusehen, die bei der Festsetzung der Erträge der betreffenden Regionen berücksichtigt wurden." Deswegen würde ich dem Landwirt bzw. seinem Ratgeber in der Landwirtschaftsverwaltung zunächst widersprechen. Ich finde es - nebenbei bemerkt -allerdings auch ein bisschen spitzfindig von dem zitierten Landwirt (wenn ich Sie richtig verstanden habe), für Fläche, die er nie bewirtschaftet hat, weil sie Hecke war, nun Prämien erhalten zu wollen.
Ein anderes Problem ist die Frage des Umgangs mit Hecken in der Landschaft. Sie sind Teil der Kulturlandschaft und bedürfen der Pflege wie Streuobstwiesen auch. Sonst werden sie zum Beispiel für Neuntöter unbrauchbar (für Neuntöter müsste jeweils ein Teil der Hecke regelmäßig auf den Stock gesetzt werden). Das macht niemand mehr, weil das unrentabel ist. Stattdessen werden miserable maschinelle Methoden zum Kürzen des Überwuchses verwendet, wobei die gröbsten Auswüchse nach meiner Wahrnehmung bei der Straßenunterhaltung und im kommunalen Bereich passieren.
Viele Grüße
Oliver Conz |
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Auch in diesem Spätwinter werden die Feldhecken und Feldgehölze in unserer Region von zahlreichen Landwirten wieder radikal beschnitten. Dabei werden auch Einzelbäume in den Hecken (Eichen, Eschen) massiv beschädigt. Viele Landwirte haben sich große Heckenschneidmaschinen zugelegt. Dies ist in diesem Ausmaß eine relativ neue Entwicklung. Ein mir bekannter Landwirt hat mir auf Nachfragen erklärt, dass wegen neuer EU - Vorgaben die Subventionen jetzt auf die landwirtschaftliche Nutzfläche bezogen sind. Dabei werden dann von den Behörden via Satellitenbild alle Flächen abgezogen, die mit Hecken bestanden sind oder auch nur von Baumästen überwachsen werden, denn jetzt muss die vom Satellit sichtbare, landwirtschaftliche Nutzfläche möglichst groß sein.
Mich wundert immer, dass die Naturschutzverbände solche Entwicklungen, die ja - wenn das richtig ist - auf der Hand liegen, nicht vorbeugend beeinflussen! Vielleicht können die Naturschutzverbände ja bei der EU und die HGON in Hessen die Initiative ergreifen. Am Wochenende kann die HGON vielleicht ja am Rande auch mal dieses Thema erörtern.
Dr. Jörg Brauneis |
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Hallo Herr Beike,
„diejenigen, die versuchen, den Kormoran als "fremd" zu definieren, weil er hier in Hessen genetisch nicht bis zum Urknall zurückverfolgt werden kann.“
Es sind doch die Kormoranfreunde die ihm als schon immer heimisch erklären, 100.000 Jahre gemeinsame Entwicklung propagieren und damit jede Schädigung der Fischbestände
vehement abstreiten. (… Und auch die leidige Diskussion über die historischen Knochenfunde anzettelten, die mit 6 Knochen weniger aufweisen als des Deutschen Lieblingsvogel – der halbe Hahn.)
Zur Definition von „fremd“: Bundesnaturschutzgesetz vom 25.3.2002 (BNatSchG)
Eine gebietsfremde Art ist danach „eine wild lebende Tier oder Pflanzenart, wenn sie in dem betreffenden Gebiet in freier Natur nicht oder seit mehr als 100 Jahren nicht mehr vorkommt“.
Ihre Ängste „Mensch ist ebenfalls eingewandert, nämlich aus Afrika“ kann ich beruhigen, denn es steht weiter:
Danach ist eine heimische Art „eine wild lebende Tier- oder Pflanzenart, die ihr Verbreitungsgebiet oder regelmäßiges Wanderungsgebiet ganz oder teilweise im Inland hat oder in geschichtlicher Zeit hatte oder auf natürliche Weise in das Inland ausdehnt; als heimisch gilt eine wild lebende Tier- oder Pflanzenart auch, wenn sich verwilderte oder durch menschlichen Einfluss eingebürgerte Tiere oder Pflanzen der betreffenden Art im Inland in freier Natur und ohne menschliche Hilfe über mehrere Generationen als Population erhalten“.
Somit ist die Menschheit gerettet und auch ihre kleinen schwarzen Federfreunde...
Die eigentliche Frage ist aber wie kann den Fischen geholfen werden.
Die Strategie „Hände in den Schoß legen und abwarten“ - die beim Kormoran so gut geklappt hat - sehe ich nicht als Lösungsmodell an.
TOM
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Hallo Herr Roth,
ich stimme Ihnen absolut zu, der Mensch sollte langsam an Selbstbegrenzung denken um andere Lebensformen zu schützen, er wird es wohl eher nicht tun, auch da sind wir uns einig.
Das der Nebeneffekt der Teichwirtschaft positive Einflüsses auf den Naturschutz hat will ich nicht bestreiten, allerdings ist das ein ungewollter Beitrag der nicht dazu führen darf, dass man der Wirtschaft hier eine Lobby einräumt. Ich vertraue da mehr auf die Naturschutzverbände die genug Kompromisse eingehen müssen.
Naturschutz hört natürlich nicht an der Wasseroberfläche auf, wieweit wollen und dürfen wir aber gehen? Was ist mit den vom Aussterben bedrohten Bodenbrütern, die einfach keinen ausreichenden Lebensraum mehr haben, dürfen wir deshalb beginnen ihre Prädatoren zu dezimieren? Wer hat denn diese "Zustände" zu verantworten?
Ich halte diesen Weg für verkehrt. Wir sollten meiner Meinung nach besser versuchen den Schaden zu begrenzen, soweit wie möglich aufzuhalten. Die künstliche Selektion wird wohl die Zukunft sein, ich möchte sie mir aber nicht vorstellen müssen, denn damit beginnt für mich das "Vogelgucking" ein Kinovorstellung zu werden und davon hatte ich eigentlich genug.
abendliche Grüße aus Wabern
Andrea Wiegand
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Hallo Herr Roth,
leider bin ich gestern nicht mehr dazu gekommen Ihnen ausführlicher zu antworten. Bezüglich der historischen Genetik der Kormorane bin ich überfragt, aber zur Äsche gibt es Untersuchungen vom LFV Bayern. Das Projekt „Entwicklung von Erhaltungsstrategien für die Äsche“ beschäftigte sich u. a. auch damit:
„Zur Bestimmung übergeordneter Verwandtschaftslinien wurden die genetischen Marker so gewählt, dass die Daten mit anderen Studien aus Nord- und Südeuropa verknüpft und dadurch das Untersuchungsgebiet erweitert werden konnte. Die Synthese der phylogeographischen und populationsgenetischen Daten weist auf mindestens vier mitochondriale Hauptlinien der Äsche in Zentral- und Nordeuropa hin, die sich in geographischer Isolation während des Pleistozäns entwickelt haben. Drei dieser unterschiedlichen genetischen Linien kommen in dem intensiver untersuchten Gebiet nördlich der Alpen, entsprechend den Einzugsgebieten von Donau, Rhein/Main und Elbe vor. Die vierte Linie beschränkt sich auf Skandinavien und Nordost-Europa.
….
Die zeitliche Trennung der typischen Donau-Linie von den anderen zentral- und nordeuropäischen Linien wurde auf mindestens vor 600.000 Jahren geschätzt.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die untersuchten Äschenbestände aus Bayern innerhalb und zwischen den Einzugsgebieten genetisch stark unterscheiden. Die großen Flusssysteme Donau, Rhein/Main und Elbe bilden eine natürliche, geographische Grenze zwischen den Populationen und stimmen mit den gefundenen genetischen Unterschieden weitgehend überein. Auch innerhalb der Einzugsgebiete wurde ein starker Unterschied zwischen den Populationen festgestellt. Diese Beobachtung trifft besonders auf das Donausystem zu. Die Äschenbestände aus den kalkhaltigen Zuflüssen der Nordalpen (Inn, Isar, Iller, Lech) unterscheiden sich deutlich von den linksseitigen kalkarmen Zuflüssen aus dem Mittelgebirge (Oberfranken) und dem Bayerischen Wald (z.B. Schwarzer Regen). Innerhalb dieser Managementeinheiten bilden Äschenpopulationen genetisch eine evolutionäre Einheit ….
In einigen Populationen aus den Kontaktzonen bestimmter Flusseinzugsgebiete wie z.B. in Südskandinavien oder im Nordosten und Südwesten Bayerns (Fichtelgebirge, Bodensee-System), wurden zwei (selten auch drei) der vier unterschiedlichen Äschen-Hauptlinien festgestellt. In diesen Gebieten ist das Vorkommen unterschiedlicher mitochondrialen Linien höchstwahrscheinlich auf historische Prozesse, insbesondere auf die eiszeitlichen Veränderungen und alten Flussverbindungen aus dem Pleistozän, zurückzuführen.“
Es klingt interessant das ein Äschenbestand genannt wird der sich genetisch von den anderen unterscheidet und (in den letzten Jahren) noch nicht so stark vom Kormoran dezimiert wurde.
Ich weiß nicht wie gut sich mitochondriale DNS in archäologischen Funden hält, rein chemisch dürfte es kaum Unterschiede geben. Die Anwendung am Kormoran wäre aber (wie schon gesagt) eine rein akademische Untersuchung.
Tom S c h l e g e l
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Fische und Vögel sind gleich schutzwürdig! Der Natur-, Tier- und Artenschutz hört nicht an der Wasseroberfläche auf! Die Erhaltung der heimischen Fischfauna in ihren Lebensräumen ist ein wichtiges Ziel des Naturschutzes.
Die seit den 90er Jahren gewachsene Kormoranpopulation hat sich das Bergische Land durch Nutzung von Staustufen und Talsperren sowie abschnittweise auch der Fließgewässer als Lebensraum erschlossen. Im Gegensatz zum Graureiher ist der Kormoran daher nicht als
ursprünglich im Oberbergischen heimische Vogelart anzusehen.
Kormorane können die heimische Fischfauna in den Fließgewässern der Mittelgebirge bestandsgefährdend dezimieren (z.B. Äsche, Bachforelle, Aal). Der dadurch bedingte Verlust des lokalen Genpools (z.B. bei der Äsche) ist nicht ohne weiteres ersetzbar. |
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Guten Abend,
@ Herr Beike: Denke, ich verstehe Sie. Was die Äpfel und Birnen angeht, meine ich, dass man, wenn überhaupt, auf der genetischen Ebene Vergleiche anstellen kann. Der genetische Code ist universell, habe ich mal gelernt. Insofern sehe ich doch einen Unterschied darin, Genome auf Verwandtschaften zu untersuchen, und der Einwanderung von Silberreiher oder Mensch als "handelnde Wesen" in einen neuen Lebensraum, denn das Handeln ist nicht mehr nur genetisch bedingt. Aber, ich bin, wie zugegeben, Gen-Laie.
Ich glaube auch nicht, dass es "fatal" wäre, wie Sie schreiben, wenn ich von meiner Meinung nicht überzeugt wäre. Mein Sendungsbewusstsein hält sich (inzwischen) in ziemlich engen Grenzen, und das tut dem Gemeinwohl glaube ich ganz gut.
@Frau Wiegand: Beim Kormoran stellt sich sicher die Frage, welches Leben wir uns noch "leisten" können (oder sollten), und ob nicht eine Selbst-Begrenzung menschlicher Möglich- und Begehrlichkeiten an der Zeit wäre, zum Schutze anderer Lebensformen. Indes, ich sehe da leider wenig Hoffnung. Schätze, dass gut 95 % der Bundesbürger Kormoran und Teichwirtschaft letztlich egal sind. So lange es nichts kostet, ist man für fast alles, sobald man selbst aktiv werden müsste (oder könnte), ist Ende der Umwelt-Diskussion. "Eigentlich müsste man ja ...", um dann doch das Billig-Fischfilet aus Afrika zu kaufen. Sie werden das kennen.
Und speziell beim Kormoran sehe ich auch Teichwirte, die einfach nur gerne von ihrer Arbeit leben können möchten, was nichts Unmoralisches ist. Insofern stehen wir wirklich vor dem Problem, dass der Naturschutz auf einmal Menschen (deutsche Teichwirte), die ganz konkret per einheimischer Fischzucht entscheidend etwas gegen weltweites Artensterben und Ausrottung von Fischarten tun können, zum Feind des Jahres erklärt. - Das macht doch wenig Sinn (?). Es muss einfach eine gemeinsame Lösung für das "Kormoran-Problem" gefunden werden, ansonsten werden die Folgen deutlich dramatischer sein als aktuell. Aber dazu muss m. A. nach der Naturschutz nicht seine Schutzbemühungen aufgeben, aber verhandlungstechnisch "elastischer" auftreten, als er das aktuell tut. Der Ton macht die Musik.
Ich stelle mir zum Ende des Jahres eine gemeinsame Erklärung von Naturschutz und Teichwirtschaft vor, die für den Kormoran Gemeinsamkeiten und Unterschiede benennt und Wege in die Zukunft beschreibt. Ich halte das auch für ein realistisches Ziel, sofern die richtigen Partner sich dafür zusammensetzten, ohne Hass, ohne Häme, ohne Vorurteile. Dann könnte es gehen. Insofern prüfe jeder Naturschützer vielleicht auch im stillen Kämmerlein, ob er sich dazu in der Lage fühlt. Falls nicht, sollte er vielleicht 2010 eine Auszeit nehmen und z. B. nur Vogelgucking betreiben, was die Seele erfreut.
Entscheiden wird sowieso die Politik, dafür meint sie ja fähig zu sein. Wie sie dann entscheidet, bleibt abzuwarten. Dass aber der Kormoran in 2010 zu einem bundesweiten Sympathieträger für den Artenschutz wird werden können, sehe ich im Moment noch nicht. Dafür ist die Thematik wohl zu komplex und diffus.
Grüße
M. Roth |
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Liebe Herren Schlegel und Roth,
es hat doch nichts mit persönlicher Eitelkeit zu tun, wenn ich jemanden innerhalb der Diskussion bitte, seine Anonymität abzulegen, sei sie nun beabsichtigt oder nicht. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob das woanders üblich ist. Schliesslich praktizieren wir hier auch nicht die im WWW weit verbreitete Unsitte, sich unter Wildfremden wahllos zu duzen. Es ist sicher nicht zuviel verlangt, die Aufmerksamkeit und Höflichkeit zu erwarten, sich entsprechend zu verhalten.
Und es trägt sehr wohl zur Sache bei, denn im Rahmen des HGON-Forums ist es eher befremdlich, wenn man sich nur "Tom" nennt. Es wirkt einfach nicht seriös - wohlgemerkt auch dann, wenn es nicht beabsichtigt war, was ich gerne glaube.
Überhaupt sollten Sie im Umgang mit (anderen) Naturschützern nicht erwarten, dass diese sich "üblich" verhalten. Eine gewisse Nonkonformität braucht man in unserer "Branche":)
@M. Roth:
Eigentlich hatte ich Sie gar nicht gemeint, sondern diejenigen, die versuchen, den Kormoran als "fremd" zu definieren, weil er hier in Hessen genetisch nicht bis zum Urknall zurückverfolgt werden kann.
Vielmehr spielt es in meinen Augen keine Rolle, ob er "urheimisch" ist, wie Sie es nennen oder ob er gestern eingewandert ist. Beides macht ihn zu einem einheimischen Vogel.
Die Gründe für unsere Meinungsverschiedenheiten liegen im Grundsatz:
Während Sie die Vielfalt in der Natur über die Unterschiede in der Komplexität und im Habitus der Geschöpfe definieren, tue ich dies über die Gemeinsamkeiten.
Ich finde deshalb, dass ich mit Mensch, Kormoran und Silberreiher gleichwertige Lebensformen miteinander vergleiche, was in Ihrem Weltbild so nicht zu finden ist und zu Ihrem Vergleich mit dem Obst führt.
Aber gleich davon zu sprechen, das ich die NATUR nicht verstanden habe, halte ich für übertrieben. Ich habe vielleicht IHRE Natur nicht verstanden, meine verstehe ich mit all Ihren menschengemachten Problemen sehr gut.
Allerdings müssen Sie sich noch den Hinweis gefallen lassen, dass Sie mit Ihrer Frage nach dem Genom-Projekt selbst versucht haben, was Sie bei mir kritisieren (Mensch-Sibirien-Grönland => Kormoran-China-Europa).
Zum Schluss noch 2 Dinge:
1. Thema "Meinung":
Natürlich halte ich die meinige für richtig, aber ich ändere Sie auch, wenn mich jemand überzeugen kann.
Halten Sie Ihre Sichtweise der Dinge denn für falsch? Das wäre fatal!
2. Thema: Schlussfolgern der Naturschützer per "Gedankenxperiment":
Sie ignorieren hierbei ganz offensichtlich die lückenlose Verbreitung von sinensis von China bis Mitteleuropa ohne die bereits von Dr. Ross erwähnten unüberwindbaren Barrieren dazwischen.
Das ist nicht nur kein "Gedankenexperiment", sondern sogar ein Fakt, und dem gegenüber sieht der "behauptete Ansatzpunkt" des holländischen "Kormoranschiffs" ziemlich blass aus.
Viele Grüße,
Marcus Beike |
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Hallo Forum - Sehr geehrter Herr Beike,
mein Name ist Tom Schlegel, trägt zwar nichts zur Sache bei aber wenn es denn gewünscht ist.
Ich hatte mich schon mit zwei Leuten ausgetauscht und habe nicht geschrieben damit sich „sicher der ein oder andere, der Ihre Darstellungen mit simplen Gegenargumenten entkräftet.“ findet.
Diese Gegenargumente die hier schon (mittlerweile vor einigen Seiten) vorgebracht wurden sind mir ZU simpel und zeigen zu wenig Sachbezug. Beispiel: Umfangreiche Untersuchungen werden mit Floskeln wie „Kormorane sind Fischindikator“ gekontert.
Tom |
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Hallo zusammen,
de fakto zeigt sich doch nur, dass ein Argument gesucht wird ein Tierart verantwortlich zu machen dafür, dass wir in unserer ökonomischen Entwicklung nicht wie erwartet vorankommen.
Ich persönlich tendiere klar dazu die Ziele des Menschen in Frage zu stellen, nicht aber die Überlebensberechtigung anderer Lebewesen.
sehende Grüße
Andrea Wiegand, Wabern
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Guten Abend,
danke für die ausführlichen Erläuterungen, Herr Dr. Ross, ich bin erkennbar Gen-Laie. Schade, dass es beim Kormoran nicht klappt. Hatte jetzt gelesen, dass man beim Menschen (auch eine einzige Art) kürzlich per ausgegrabenen Haaren festgestellt hat, dass Grönland in der Steinzeit direkt von Sibirien aus besiedelt wurde, und nicht, wie bis dato gedacht, von "Indianern". Dachte, ähnliches wäre beim Kormoran bezgl. Europa/China vielleicht auch möglich.
"Tom", ich kann Ihre Äußerungen verstehen und vermutlich auch vollumfänglich teilen. Esse selbst auch keinen Fisch aus Irgendwo; oder Fleisch. Und habe auch kein Problem damit, dass Sie sich "Tom" nennen, derartiges ist im Internet völlig üblich. Es geht hier um Argumente, nicht um persönliche Eitelkeiten.
Herr Beike, ob Ihrer Replik bin ich weitgehend erstaunt. Sie vergleichen (immer noch) Äpfel mit Birnen (Mensch, Kormoran, Silberreiher?) und Ihre Äußerungen erwecken bei mir immer noch den Eindruck, dass Sie NATUR nicht ansatzweise "verstanden" haben. Ich mag mich irren, und ich meine es auch nicht böse. Aber wem wollen Sie mit Ihrer "eigenwilligen" Art zu diskutieren (gemäß dem Motto: Weil ich das so sehe, ist das richtig, sonst würde ich es ja nicht so sehen!) helfen? Dem Kormoran sicher nicht. Und natürlich macht es einen riesigen Unterschied, ob eine Art selbstständig einwandert oder (nur) mit menschlicher Hilfe. Nicht nur Jared Diamond weiß darüber Spannendes und auch Erschreckendes zu berichten.
Der Naturschutz kann aktuell nicht beweisen, dass der Kormoran in Mitteleuropa "urheimisch", endemisch ist, er schlussfolgert erst einmal per Gedankenexperiment. Die Teichwirtschaft kann nicht das Gegenteil beweisen, hat aber zumindest einen behaupteten Ansatzpunkt für ihre Hypothese. Sollte nicht so schwer sein, die Idee eines holländischen Schiffes zu verifizieren oder zu widerlegen. (HIV beispielsweise, ohne dass ich damit Kormoran und HIV vergleichen möchte!, kam wohl per Schiff nach USA, das ist relativ gut nachverfolgt worden, da über Schiffe und ihre Besatzungen schon immer gut Buch geführt wurde, insofern müsste ein Kormoran-Schiff, wenn es dies denn gegeben haben sollte, historisch nachweisbar sein). -Schade, dass dies sich anscheinend nicht auflösen lässt.
Vielleicht ist der Kormoran in Mitteleuropa tatsächlich endemisch. Das darf dann aber gerade nicht dazu führen, dass der Naturschutz sich selber in die Tasche lügt (s. Blumberger Mühle), denn aus bewusster (?) Täuschung Dritter und Wohlgesonnener ist langfristig noch nie etwas Gutes entstanden.
Hatte noch eine Idee, die mir "Tom" aber in gewissen Sinne schon vorbeantwortet hat: Wenn die Temperaturerhöhung in mitteleuropäischen Gewässern der Knackpunkt beim Rückgang der Äschen sein sollte, müsste man doch bloß Gewässer untersuchen, in denen die Temperatur (noch) nicht signifikant angestiegen ist (Alpen, Skandinavien), wo es zudem Ph. c. sinensis und Äschen gibt und dort kucken, wie es den Äschen geht. Ginge es den Äschen dort gut, wäre es (vermutlich) nicht der Kormoran; ginge es ihnen schlecht, wäre es (vermutlich) der Kormoran. Wurde das schon erforscht?, fragt mit herzlichen Grüßen
M. Roth |
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Hallo zusammen,
und Danke an Herrn Dr. Ross für seine Erläuterungen.
Eines möchte ich noch zusätzlich zu bedenken geben:
Selbst wenn mit einer Genom- oder anderen Analyse herauszufinden wäre, wann und ob sinensis hier eingewandert ist, bringt uns das in der Dikussion nicht weiter.
Es ist absolut unerheblich, ob sich die Unterart sinensis hierzulande ausgebildet hat oder nicht.
Ausschlaggebend ist, dass sie, falls nicht, angesichts des zusammenhängenden Verbreitungsgebietes mit Sicherheit eingewandert ist - und zwar auf natürlichem Wege und nicht auf einem zusammenfantasierten holländischen Schiff!
Das macht P. c. sinensis d e f i n t i v zu einer einheimischen Art !
Jede abstreitende Argumentation steht im krassen Gegensatz zu natürlichen Vorgängen und dem muss entschlossen entgegengetreten werden.
Denn wie gedenken derart argumentierende Personen denn in Zukunft mit z.B. dem Silberreiher umzugehen, nachdem er vor einiger Zeit "eingewandert" ist und vermutlich bald hier zu brüten beginnt.
Ist der dann auch keine einheimische Art? Wird dann auch die Flinte geladen, weil er Fische frisst?
Noch ein kleiner Denkanstoss:
Nach momentaner wissenschaftlicher Kenntnis ist der Mensch ebenfalls eingewandert, nämlich aus Afrika!
Viele Grüße,
Marcus Beike |
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Sehr geehrter Herr Roth,
Ihr Vorschlag eines Kormoran Genomprojekts ist eine gute konstruktive Idee, die aber nicht weiter führt. Deshalb ein paar Anmerkungen:
1. Es handelt sich beim Kormoran um EINE Art, eine theoretisch denkbare aber in der Praxis NICHT nachgewiesenen Veränderung des Verbreitungsgebiets von P.c. carbo und sinensis, wenn man diese als Unterarten anerkennt, ist also für die Frage, ob es sich um eine einheimische Art handelt, belanglos.
2. Eine Genomanalyse würde wahrscheinlich eine Unterscheidung erlauben, wie z.B. auch zwischen Friesen und Bayern. Ob einer der beiden Kormorane nicht in Deutschland beheimatet war, lässt sich aber so leider nicht nachweisen. Das ist theoretisch ausgeschlossen.
Zu 1:
Der Kormoran (Phalacrocorax carbo) ist von der Ostküste Nordamerikas über Grönland Eurasien bis nach Australien und Neuseeland verbreitet und zweifellos auch in Deutschland beheimatet. (Nebenbei: Trotz Kormoran gibt es dort überall Fische) Phalacrocorax carbo ist EINE Art. Die Tiere haben gemeinsame Vorfahren, kreuzen sich und bekommen Nachkommen, die ihrerseits fertil sind.
Zu2:
Es gibt im Genom neben Genen tandem-repetitive DNA – Elemente, die sich in Sequenz und Anzahl schnell verändern. Da diese im Allgemeinen keine Funktion für die Eigenschaften und Leistungsfähigkeit eines Lebewesens besitzen, hat ihre Veränderung keine nachteiligen Konsequenzen. Auch wir werden so von unseren Nachfahren in 10.000 oder 100.000 Jahren unterscheidbar sein.
Will man unbedingt carbo und sinensis unterscheiden, wird dies gelingen, so wie es Marker geben wird, mit denen man blonde und rothaarige Menschen unterscheiden kann. So wie Blonde und Rothaarige sich in einem Gen für die Haarfarbe unterscheiden, wird es auch ein paar solche Unterschiede in Genen geben. Trotz der Unterscheidungsmöglichkeit ist auf diese Weise aber völlig ausgeschlossen nachzuweisen, dass carbo oder sinensis in der Vergangenheit NICHT in Deutschland gelebt haben.
Warum?
Weil Fossilien sehr selten erhalten bleiben. Von allen am heutigen Tag lebenden Kormoranen wird vermutlich keiner in 5000 Jahren als Fossil erhalten sein. Selbst wenn es 10.000 solche Fossilien gäbe, ist es immer ein enormer Glücksfall, wenn man nur eines davon tatsächlich findet. Wenn man ein einziges Fossil von sinensis in Deutschland findet, ist der Nachweis erbracht, dass er zu der Zeit in Deutschland vorkam. Das Gegenteil sagt aber nichts aus. Findet man an verschiedenen Stellen in Deutschland eine größere Zahl von Fossilien von carbo, aber nicht von sinensis, legt das die Vermutung nahe, dass carbo häufiger war. Selbst das ist aber nicht gesagt. Orte an denen sich Fossilien erhalten, weisen geologische oder sonstige Besonderheiten auf, sind selten und lassen höchstens Aussagen über lokale Populationen zu.
Außerdem: Der Seeadler ist in Deutschland heimisch, auch wenn er leider selten ist. Will man eine solche Art in 2 Millionen Jahren durch Fossilien nachweisen, braucht man mehr Glück, als wollte man die nächsten 3 Wochen jeweils 6 Richtige im Lotto haben.
Da carbo und sinensis gemeinsame Vorfahren haben und in einem zusammenhängenden Verbreitungsgebiet vorkommen, das dem Kormoran keine unüberwindlichen Barrieren entgegenstellt, gibt es keinen Grund zu bezweifeln, dass sinensis in Deutschland vorgekommen ist. Entscheidend für die Einstellung gegenüber dem Kormoran ist dies aber meines Erachtens nicht.
Mit freundlichen Grüßen,
Ralf Ross
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Das sehe ich genauso wie Markus Beike und bin auch davon ausgegangen, dass
entweder der Schreiber mal langsam Farbe bekennt oder aber der Beitrag als
eben anonym gelöscht wird.
Andrea Wiegand
Wabern
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Sehr geehrter Tom,
es wäre begrüßenswert, wenn Sie sich hier mit vollem Namen einbringen würden, denn für mich und viele andere hier sind anonyme Diskussionspartner und deren Meinung sinnlos und uninteressant, wie Sie vielleicht schon gemerkt haben.
Wir sind keine Psychopathen und schicken Ihnen tote Kormorane per Post, falls Sie davor Angst haben sollten. Das ist nicht unsere Handschrift.
Also keine Scheu und etwas mehr Offenheit bitte, dann findet sich sicher der ein oder andere, der Ihre Darstellungen mit simplen Gegenargumenten entkräftet.
Viele Grüße,
Marcus Beike |
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Hallo Herr Roth,
ich bin etwas knapp mit der Zeit deshalb nur ein paar Stichworte als Ergänzung/Zustimmung ihrer Punkte:
zu Erstens: Kormoran-Genom-Projekt
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Landesbund für Vogelschutz (LVB) und der Deutsche Rat für Vogelschutz (DRV) begrüßen, dass sich die nordwesteuropäische Population des Kormoran (Phalacrocorax carbo sinensis) ...
wieder erholt und die Art ihr Brutareal ausgebreitet hat,
- Ausbreitung klingt doch anders als wiedergekehrt, ändert aber nichts dran er ist jetzt eingebürgert/heimisch... ob es hilft einigen Leuten die Augen zu öffnen ?
Zu Zweitens: "Kormoranwacht" - den entsprechenden Versuch gibt es schon als Äschenwacht in CH, das Ergebnis blamiert das Gerede vom Klimawandel als Ursache des Äschenbestandsrückganges.
Zu Drittens: Der Mensch in Europa hat, verglichen mit unseren Kollegen in Asien, Afrika etc., ein geradezu paradiesisches Leben
--- doch nur weil wir unseren Teil dorthin delegieren? Victoriabarschfilet aus Afrika, Pangasius aus Vietnam, Schwarzer Seehecht aus der Arktis - da können wir doch auf eigene Fischerei, Teichwirtschaft etc. verzichten.
Viertens Stichwort Blumberger Mühle - "schönes Naturerlebnis" kann man auch mal mit Fischen haben: Die Entwicklung des Karpfens vom Laich auf der gefluteten Wiese, die Brutfische von 2cm die schon alle Merkmale der großen Karpfens haben und wunderschön sind bis hin zum ausgewachsenen Fisch. Auch heimische Karpfen werden zahm und lassen sich aus der Hand füttern.
Damit ließen sich sicher auch „Stadtkinder“ (allen Alters) für die Fische und ihre bedrohten Lebensräume sensibilisieren. Aber Vogelschutzbund bleibt halt ….
Viel schlimmer ist die dadurch verbreitete Botschaft >die Teichwirtschaft kann prima mit den Kormoran auskommen< >es gibt keine Schäden< die hier in Forum schon angeklungen ist und geglaubt wohl auch vom HGON verbreitet wird (s. Pkt. 4).
Tom
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Hallo zusammen,
nachfolgend möchte ich den Newsletter 02/2010 vom Komitee gegen den Vogelmord e.V. vorstellen. Ich kann es nicht begreifen, dass es in Deutschland immer noch so viele illegale Greifvogelverfolgungen gibt. Ich bin total wütend über so manchen Falkner und Jäger.
WICHTIG: Es gibt darüber heute Abend zwischen 19:30 und 20:00 Uhr im WDR - Politikmagazin Westpol - ein Bericht über eine groß angelegte Aktion des Komitees gegen den Vogelmord e. V. Dies ist allerdings aus dem nachstehenden Text des Newsletters zu entnehmen:
"Liebe Natur- und Tierfreunde,
in den letzten Februartagen hat das Komitee gegen den Vogelmord eine
groß angelegte Aktion gegen die illegale Greifvogelverfolgung in
Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Mehr als 20 Komitee-Mitglider haben
überall im Land Jagdreviere durchsucht und dabei mindestens 18 tote
Greifvögel und Eulen entdeckt und zahlreiche illegale Fallen, darunter
Tellereisen, Habichtfangkörbe und verschiedene Typen von Käfigfallen
beschlagnahmt oder den Behörden gemeldet.
Nördlich von Soest (Ost-Westfalen) wurde ein Falkner in flagranti von
zwei Komiteemitgliedern beim Vogelfang erwischt - er hatte drei
Habichtfangkörbe aufgestellt und einen Bussard erschlagen.
Bei Kalkar am Niederhhein (Kreis Kleve) entdeckten zwei
Komiteemitarbeiter insgesamt 15 tote Greifvögel und drei illegale
Vogelfallen in unmittelbarer Nähe zu jagdlichen Einrichtungen.
Zu diesen beiden besonders krassen Fällen finden Sie auf unserer
Internetseite ausführliche Informationen und viele Bilder:
Fall Soest: http://www.komitee.de/online/index.php?soest
Fall Kalkar: http://www.komitee.de/online/index.php?kalkar
Das renommierte WDR-Politikmagazin Westpol berichtet am heutigen 28. Februar 2010 über die Aktion. Ein Kamerateam hatte das Komitee gegen den Vogelmord am Wochenende begleitet und dabei das immer mehr ausufernde Problem dokumentiert. Der Beitrag wird heute Abend in der Zeit zwischen 19:30 und 20:00 Uhr im WDR-Fernsehen ausgestrahlt. Sollten Sie diese Mail erst später erhalten ... kein Problem: Der Beitrag wird im WDR-Archiv online abrufbar sein, spätestens Montagmorgen werden wir einen entsprechenden Link auf unserer Homepage platzieren.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Alexander Heyd"
Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)
Bundesgeschäftsstelle
An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany
Tel.: +49 228 66 55 21
Fax : +49 228 66 52 80
Email: komitee@komitee.de
Internet: http://www.komitee.de
Viele Grüße
Karin Adolph |
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Lob, Anregungen und Kritik sind herzlich willkommen! Anonyme Beiträge werden allerdings
umgehend gelöscht.
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