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01.02.2010 - Matthias Roth - Kormoran
Liebe Kollegen,

hoffe, diesmal schaffe ich es, meinen Beitrag im "Forum" zu posten. Ansonsten wieder im birdnet.

Da habe ich ja anscheinend ein Wespennest getroffen. Um eines gleich klarzustellen: Ich bin, im Gegensatz zu sehr vielen Naturschützern, seit 25 Jahren Vegetarier. Und von außen betrachtet kann ich, lasse ich Naturschutzrecht mal außer Acht, keinen Unterschied darin sehen, Kormoranbrust oder Rehkeule zu essen. (Der NABU wirbt aktuell sogar mit dem Slogan: Wer schießt, muss auch essen; samt Rezeptvorschlag!). Rehe sind vermutlich gegenüber dem Kormoran die deutlich "intelligenteren", weil zu gewisser Reflexion fähigen Tiere. Schweine sind vermutlich noch sehr viel "schlauer", als Reh und Kormoran zusammen. Trotzdem werden sie sehr gerne von Naturschützern gegessen, ohne dass Naturschützer dies selbst reflektiert oder irgendwie merkwürdig fände.

Das ist ein Punkt, auf den einen eine Beschäftigung mit z. B. Ken Wilbers Ideen aufmerksam machen kann. Herrn Wilber Rassismus vorzuwerfen, ohne seine Schriften zu kennen (oder zu verstehen), mag der Tatsache geschuldet sein, dass er schwieriger zu lesen ist als "Der Falke" und ich, wie angemerkt, sehr kurzgefasst darauf hingewiesen habe. Insofern gehen alle Unverständlichkeiten zu meinen Lasten. Ansonsten zeigt manche Replik Ihrerseits genau das, was ich derzeit im Verhältnis Angler-Naturschützer meine feststellen zu können: Spalten statt Versöhnen. - Genau diese selbstzufriedene Haltung vieler Verbandler hat mich vor vielen Jahren bewogen, mein früher sehr intensives Engagement im Naturschutz zu beenden, mich nicht mehr verbandlich zu organisieren. Für derlei weitgehend ego-gesteuerten Kindergarten ist mir meine Lebenszeit schlicht zu schade. Ich habe andere Wege gefunden, Natur zu schützen, die sogar ziemlich gut funktionieren. Mal mit Verbänden, mal ohne. So viel dazu.

Übrigens: Ich habe mit keinem Wort davon gesprochen, dass man Kormorane (oder andere Wesen) töten sollte, da ich logischerweise gegen Töten bin. Ich wollte nur sagen, sollte es (außerhalb Hessens) echte Probleme mit dem Kormoran geben, wäre es besser, über Methoden nachzudenken, die eben gerade nicht dazu führen, Vögel abzuschießen. Kleinstmöglicher Eingriff mit größtmöglicher Wirkung. Ob es funktionieren würde, weiß ich nicht. Aber darüber nachdenken wird man schon noch dürfen?
Herzlich
M. Roth
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01.02.2010 - Marcus Beike - Kurze Stellungnahme
Hallo Herr Dr. Brauneis,

sollten Sie mit "persönlichen Beleidigungen und Unterstellungen" meine Ausführungen bzgl. "fehlender Kompetenz und Intelligenz" meinen, so kann ich versichern, dass ich damit definitiv nicht Herrn Roth gemeint habe, da ich mir auch sicher bin, dass ich bloß durch meine Haltung zur Kormoranthematik für ihn nicht zum Feindbild mutiere.
Auch ich lade Herrn Roth ein, seine Meinung weiterhin hier zu äussern und auf meinen Beitrag zu reagieren. Er soll bitte nicht glauben, dass ich oder jemand anderes hier nichts mehr von ihm hören will.

Viele Grüße, Marcus Beike
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01.02.2010 - Andrea Wiegand - Diskussionsforum - Toleranz
Hallo zusammen,

den Aufruf zu Toleranz und Höflichkeit kann ich nur unterstützen, anders ist ein Zusammenleben und Erreichen gemeinsamer Ziele ´garnicht möglich. Toleranz ist die Grundlage jeder Diskussion und auch die Basis für einen effektiven Naturschutz.

Toleranz heißt für mich dulden, geltenlassen. Auf keinen Fall wollte ich den Verfasser des Beitrags mit der Äußerung meiner perönlichen Meinung angreifen, sondern lediglich meine eigene Überzeugung kundtun. Es täte mir leid, wenn dies falsch verstanden wurde, auch in den übrigen Antworten sehe ich persönlich keine Unhöflichkeit oder gar persönliche Beleidigung und denke das keiner der Schreiber dies beabsichtigt hat.

In der Hoffnung auf weitere interessante Beiträge und Antworten
gelassene und höfliche Grüße
Andrea Wiegand
Wabern
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01.02.2010 - Dr. Jörg Brauneis - Bitte um mehr Toleranz gegenüber Andersdenkenden
Die Stellungnahme von Herrn Roth / Kassel zu den Kormoranen und die Antworten in diesem Forum habe ich gelesen. Zum Kormoran möchte ich mich hier auch gar nicht äußern. Aber ich möchte darum bitten, gegenüber den Meinungen Andersdenkernder etwas mehr Toleranz und Höflichkeit walten zu lassen. Ein so großer Naturschutzverband wie die HGON kann und muss nach meiner Meinung auch abweichende Meinungen ertragen. Toleranz war in früheren Jahren und besonders während der Zeit des von mir so verehrten Willy Bauer ein wesentliches Kennzeichen der HGON. Menschen aller gesellschaftlichen Gruppen und aus allen politischen Lagern haben zusammengearbeitet mit dem Ziel den Naturschutz voranzubringen. Natürlich wurde über den Weg gestritten, aber nie mit persönlichen Beleidigungen und Unterstellungen. Ich würde mir wünschen, das dies in Zukunft wieder so sein könnte. In diesem Sinne möchte ich Herrn Roth auffordern, seine Meinung weiter in diesem Forum zu vertreten, oder besser noch, in die HGON einzutreten und innerhalb der Gesellschaft zu argumentieren.

Zum Kormoran habe ich aber dann doch noch eine Frage: Gibt es eigentlich wissenschaftliche Untersuchungen über die Auswirkungen der Koromoranpopulation auf die Laichbestände der Äsche, aber auch auch den Aal in Hessen? Für einen Literaturhinweis wäre ich dankbar, denn gesichterte, wissenschaftliche Erkenntnis ist doch die beste Argumentations- und Diskussionsgrundlage.

Dr. Jörg Brauneis

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01.02.2010 - Karin Adolph - Frühjahrsvogeljagd Malta
Hallo zusammen,

Themenwechsel zwischendurch:

Ich habe soeben in der Zeitung "Times of Malta" einen langen Artikel mit unzähligen Kommentaren dazu gefunden mit der Überschrift:
" 'Limited' spring hunting season". Hier der Link dazu:


http://www.timesofmalta.com/articles/view/20100131/local/limited-spring-hunting-season

Ich kann zwar Englisch, bin aber keinesfalls perfekt und kann aus diesem Grunde nicht alles verstehen, habe aber soviel erlesen können, dass die Frühjahrsjagd in Malta in eingeschränkter Form erlaubt werden soll :(( -- War ja eigentlich fast nicht anders zu erwarten, aber dennoch bin ich sehr traurig und mein Herz tut weh.

Der Artikel ist sehr lang, die Kommentare dazu sehr unterschiedlich und stark emotional geprägt.

Entnommen habe ich dem Artikel, dass eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gegen die Frühjahrsjagd ist! (abgeschlossenes Polling -- eventuell Nachfrage bei der Zeitung, welches Resultat, weiß aber nicht in welcher Abteilung unter "Contact").

Ich muss mir allerdings sehr viel "zusammen reimen", teilweise habe ich mit Hilfe von Google die Wortübersetzung angewendet, aber es fällt mir sehr schwer, den gesamten Artikel gut zu verstehen.

Vielleicht ist jemand hier im Forum, der perfekt Englisch kann und würde den Artikel für uns übersetzen, denn sicher sind einige von uns in der gleichen Lage wie ich.

Jedoch ist mir sehr bange, das was ich verstanden habe, liest sich nicht gut. Das einzige, was ein wenig positiv ist: Die Befürworter der Jagd können nicht mehr so wie sie wollen -- es passiert was, die Bevölkerung wird "wach" ... und nicht nur die von Malta, sondern auch europaweit schauen viele Augen auf dieses kleine Land. Es gibt Hoffnung für die Zugvögel, wenn auch dieses Jahr bestimmt wieder viele einen qualvollen Tod sterben müssen, Vögel, die bei uns brüten, und die nie ankommen werden :-( Wir dürfen nicht locker lassen, nicht aufgeben, JETZT ist die Chance, diese unsinnige und elende Jagd in Zukunft endgültig Geschichte werden zu lassen.

Es grüßt eine emotional aufgewühlte
Karin Adolph
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01.02.2010 - Karin Adolph - Kormoran-Beiträge Marcus Beike und Matthias Roth
Hallo Herr Beike,

vielen Dank für Ihre deutlichen und klaren Aussagen in Bezug auf den Beitrag von Matthias Roth!

Sie haben sich keinesfalls zu weit aus dem Fenster gelehnt, im Gegenteil. Ich gehe mit Ihnen vollkommen konform: weder Mensch noch Tier darf jemals in mehr oder weniger "lebenswert" eingeteilt werden.

Ihre Äußerungen zur Stellungnahme von Herrn Roth sind bewundernswert kontrolliert, hätte ich mich dazu geäußert, wären meine Zeilen zensiert worden.

Solidarische Grüße
Karin Adolph
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31.01.2010 - Andrea Wiegand - Kormoran Beiträge (Marcus Beike)
Hallo Herr Beike,

ich kopiere hier gerad mal Ihre Frage hinein:
Hmmm... Lehne ich mich da jetzt zu weit aus dem Fenster, wenn ich diese Idee mit der Idee des Rassismus vergleiche? Ich denke nicht. Soweit kommt's noch! Es ist ABSOLUT indiskutabel und inakzeptabel, Tiere oder andere Lebensformen in mehr und weniger "lebenswert" einzuteilen. PUNKT!!!


Sicher lehnen sie sich nicht zu weit aus dem Fenster, Rassismus und Wertigkeit der Lebensformen sind allgegenwärtig.
Und so stimme ich da emotional auch 100prozentig zu. Die Realität sieht leider nicht
so positiv aus für die schwächeren Lebewesen,
da sind wir Menschen ja selber nicht aussen vor.

Ich wünsche Ihnen weiterhin diesen für uns alle sehr wichtigen Idealismus.

Viele Grüße
Andrea Wiegand






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31.01.2010 - Andrea Wiegand - Kormoran Beitrag von Matthias Roth
Hallo zusammen,

ja leider ist es so, dass der Mensch mittlerweile glaubt der Natur richtig reinpfuschen zu können, die Schöpfung nach seinen Vorstellungen zu manipulieren wird mit der Großartigkeit des Menschen als notwendig dargestellt. Gepaart mit dem uns allen mehr oder weniger angeborenem Egoismus ziehe ich es vor die noch vorhandene Natur zu erleben und wenn möglich zu schützen.

Wie wird es wohl ausehen, das Ergebnis der Umgestaltung? Darüber länger nachzudenken, das verbietet mir mein Egoismus.

einen naturliebenden Gruß
Andrea Wiegand


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31.01.2010 - Dietmar Jürgens - Kormoran - M. Beike und M. Roth
Hallo zusammen,

zu den Antworten von Marcus Beike auf die Ausführungen von Matthias Roth möchte ich nur eines anmerken: Vielen Dank für die klaren Worte!!!! Das war eine angemessene Replik.

VG,

Dietmar Jürgens

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31.01.2010 - Marcus Beike - Kormoran-Beitrag von Matthias Roth
Hallo zusammen,

und hier nun meine Antworten auf den Beitrag:

M.Roth schrieb: "Was wäre so problematisch an einer sinnvollen und ethisch akzeptablen Bestandslenkung des Kormorans (Familienplanung, unfruchtbare Eier usw.), wenn dies dem Ganzen nützte?"

Weil es eine solche Lenkung nicht geben kann, weil sich die Worte "ethisch akzeptabel" und "Bestandslenkung" (man könnte es mit "Geburtenkontrolle" vergleichen) gegeneinander ausschliessen. Es ist ethisch nicht vertretbar, wenn sich Menschen herausnehmen, zu entscheiden, ob ein Vogel Fisch fressen darf oder nicht und deshalb getötet werden soll oder nicht.

M.Roth schrieb: "Sich ohne Not zum Feindbild zu mausern, wie das aktuell beim Kormoran geschieht (Vogel des Jahres!), kann ich nicht verstehen."

Verstehe ich das richtig so, dass wir Kormoranschützer uns ohne Not zum Feindbild mausern? Ohne Not in Zeiten, in denen von Anglern die Ausrottung des Kormorans gefordert wird? Anglern, deren Überleben im Gegensatz zum Kormoran nicht vom Fischfang abhängt, sondern denen es nur um die Ausübung ihres Hobbies (Jagen und Sammeln!!!) geht?
Ich persönlich werde mich sicher nicht davon abhalten lassen, den Kormoran zu schützen, nur weil ich dadurch für Menschen mit fehlender Kompetenz und Intelligenz zum Feindbild werde.

M.Roth schrieb: "Man muss immer abwägen, Kormoran gegenüber Äsche und Teichwirtschaft, Mensch gegenüber Natur usw."

In puncto Fischzucht stimme ich insofern überein, als dass den Züchtern, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen, geholfen werden kann, aber nicht mit der Flinte oder Ölpinseln, sondern anderen Massnahmen, die hinlänglich bekannt sein dürften.
Dass der Kormoran Einfluss auf die Fischfauna hat, ist auch unbestritten, macht ihn aber deswegen noch lange nicht zum Schädling. Vor allem dann nicht, wenn dieser Einfluss nur gegen die Vorstellungen der Sportangler von einer ihnen genehmen Zusammensetzung der Fischwelt geht.

M.Roth schrieb: "Der "Evolutionsphilosoph" Ken Wilber hat eine nicht unflotte Idee dazu veröffentlicht: Komplexere und bewusstere Organismen sind schützenswerter als einfache. Tiergruppen, die großes geistig-evolutionäres Potential besitzen, sind wichtiger als andere."

Hmmm... Lehne ich mich da jetzt zu weit aus dem Fenster, wenn ich diese Idee mit der Idee des Rassismus vergleiche? Ich denke nicht. Soweit kommt's noch! Es ist ABSOLUT indiskutabel und inakzeptabel, Tiere oder andere Lebensformen in mehr und weniger "lebenswert" einzuteilen. PUNKT!!!

Ich hoffe, ich konnte mich einigermassen kontrolliert zu der Stellungnahme von M. Roth äussern, die schon einigen Zorn in mir aufkommen liess...

Viele Grüße, Marcus Beike
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31.01.2010 - Matthias Roth (Marcus Beike) - Kormorane
Hallo zusammen,

ich habe mir erlaubt, einen Beitrag von Matthias Roth aus dem birdnet hier rüber zu kopieren, da die Veröffentlichung hier bei ihm wohl nicht geklappt hat.

Viele Grüße, Marcus Beike

Matthias Roth schrieb:

"Hallo liebe KollegInnen,

wollte meinen Beitrag im "Forum" posten, ging leider nicht, deshalb jetzt hier Kormoran die Nächste: Was wäre so problematisch an einer sinnvollen und ethisch akzeptablen Bestandslenkung des Kormorans (Familienplanung, unfruchtbare Eier usw.), wenn dies dem Ganzen nützte? Macht der Mensch doch auch bei sich selbst.

Ich habe eher Probleme mit fundamentalistischen Naturschützern, die sich außerhalb ihres Biotopes ziemlich oft als, entschuldigen Sie das böse Wort, quasi-Autisten entpuppen und die Welt einfach grundsätzlich gerne anders hätten als sie halt ist. So kommt man aber nicht wirklich weit. Naturschutz geht nur m i t breiter gesellschaftlicher Unterstützung. Sich ohne Not zum Feindbild zu mausern, wie das aktuell beim Kormoran geschieht (Vogel des Jahres!), kann ich nicht verstehen. Auch wenn ich, als nicht verbandlich gebundener Naturschützer, den Vogel des Jahres demnächst vorstellen werde (vom Verband wollte keiner!). Man muss immer abwägen, Kormoran gegenüber Äsche und Teichwirtschaft, Mensch gegenüber Natur usw. Das ist nicht immer einfach.

Ein Tipp dazu: Der "Evolutionsphilosoph" Ken Wilber hat eine nicht unflotte Idee dazu veröffentlicht: Komplexere und bewusstere Organismen sind schützenswerter als einfache. Tiergruppen, die großes geistig-evolutionäres Potential besitzen, sind wichtiger als andere. Der Mensch als größter Gestalter der Erde ist am wichtigsten, egal ob Naturliebhaber und oder Angler. Die Idee beruht darauf, dass die Evolution endlos lange gebraucht hat und braucht, um komplexe Strukturen und Organismen entstehen zu lassen. Kurz gesagt.

Vielleicht mal unter diesem Gesichtspunkt die Kormoran-Teichwirtschaft-Kontroverse bekucken.

Grüße aus Nordhessen
M.Roth"
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31.01.2010 - Manfred Gunia - Links von Karin Adolph
Hallo Frau Adolph,

danke für die neuen Verweise auf den Artikel und die anderen Leserbriefe. Sie funktionieren bei mir alle. Der von mir vorgeschlagene Weg mit dem einzufügenden Leerzeichen verweist in der Tat mittlerweile auf ein Zeitungsarchiv ohne weiteren Verweis, welches wohl nur von Abonnenten eingesehen werden kann. Offenbar sind die Leserbriefe nur einen begrenzten Zeitraum online einsehbar. Daher vielen Dank für die Einstellung ihres Briefes ins Forum.

Das Ergebnis des Polling ist leider nicht mehr einsehbar, jedoch war mein letztes Ergebnis immer noch 2/3 gegen die Frühjahrsjagd. Ich werde die Malta-Times diesbezüglich einmal anschreiben und die Antwort hier wiedergeben.

verlinkte Grüße
Manfred Gunia
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31.01.2010 - Andrea Wiegand - Leserbrief
Hallo Frau Adolph

und vielen Dank!
Der neue Link funktioniert bei mir einwandfrei.

Viele Grüße
Andrea Wiegand
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31.01.2010 - Karin Adolph - Mein Leserbrief in der Ostseezeitung
Hallo zusammen,

tut mir leid, dass es Komplikationen gibt. Bei mir funktioniert der Link einwandfrei. Aber ich folge einmal dem Rat von Frau Wiegand und kopiere meinen Leserbrief hier ein:

"Laserpointer und gebratene Kormoranbrust


Sogar im Bundesland Hessen ist bekannt geworden, dass es in Mecklenburg-Vorpommern einen Umweltminister gibt, der diesem Amt eher unwürdig ist. Wie kann ein Minister, der für die Umwelt zuständig ist, ankündigen, dass gegen Kormorane Laserpointer eingesetzt werden und deren Eier mit Öl bestrichen werden sollen. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Kormoran eine besonders geschützte Art.

Es ist verboten, die Tiere in irgendeiner Art zu beeinträchtigen oder zu töten. Ebenso unterliegen sie dem Schutz durch die Europäische Vogelschutzrichtlinie. Die verwendeten Laser der frei zugänglichen Modelle verursachen erwiesenermaßen Verbrennungen der Netzhaut mit möglicher Dauerschädigung (vollkommene oder teilweise Erblindung). In Sekunden kann ein ganzer Schwarm fliegender oder eine ganze Gruppe beieinander sitzender oder schwimmender Vögel geblendet und „vergrämt“ werden – viele der in Panik und ohne Orientierung fliehenden Vögel fügen sich in Folge dieser Attacke weitere, schwere Verletzungen zu.

Statt die Kormorane mit dubiosen Waffen zu "vergrämen" oder sie bei ihrem Brutgeschäft mit Eierbemalungen durch Öl massiv zu stören, sollte der Umweltminister sich eher um die tatsächlichen Ursachen kümmern, darunter die Verluste von natürlichen Unterständen in Gewässern, die geringe Qualität von Laichgebieten, Boden- und Schadstoffeinträge sowie die gelegentlich unsachgemäße Bewirtschaftung von Gewässern. Nicht selten führen z. B. künstliche Besatzmaßnahmen innerhalb der Fischfauna zu Verschiebungen von Räuber-Beute- und Konkurrenz-Beziehungen, die das Überleben schutzbedürftiger Arten erschweren.

Lediglich an Teichwirtschaften, die als Wirtschaftsbetriebe zur Fischzucht und Fischmast angelegt wurden, entstehen bei regelmäßigen Kormoraneinflügen fischereiwirtschaftliche Schäden. Diese Anlagen können durch geeignete Maßnahmen wie z. B. dem Überspannen mit weitmaschigen Drahtnetzen geschützt werden. Solchen vorbeugenden Maßnahmen, die den Kormoranen nicht schaden, sollte generell Vorrang eingeräumt werden.

In Anbetracht meiner obigen Ausführungen hoffe ich, dass dem Herrn Umweltminister Backhaus die vom Jagd- und Angelverband im Rahmen des Parlamentarischen Abends servierte gebratene Kormoranbrust noch sehr lange im Magen liegt!

schreibt Karin Adolph aus Gründau"


Damit Sie die anderen Leserbriefe zu dem Thema noch lesen können (und so vielleicht auch meinen Leserbrief im Original finden) setze ich noch einmal den Link zum Hauptartikel in der OZ (Minister Backhaus will Kormoraneier ölen lassen) ein:

http://www.ostsee-zeitung.de/lokal/leserbriefe_artikel_komplett.phtml?param=news&id=2671356

Dort ganz zum Schluß befinden sich die Unterlinks zu den Leserbriefen, die bisher geschrieben wurden. Ich hoffe, es klappt dieses Mal mit dem Link, bei mir funktioniert er.

Viele Grüße
Karin Adolph
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30.01.2010 - Andrea Wiegand - Kormoran-Link
Hallo zusammen,

noch einfacher wär´s ja wenn Frau Adolf den Text hier mal reinkopieren würde?!

Bei mir funktioniert es jedenfalls nicht mit:

" i n dem kompletten Link ein Leerzeichen direkt h i n t e r 'lokal' und vor dem folgenden Slash ( / ), den Rest dann stehen lassen. Es erscheint dann eine Meldung der Zeitung, dass der Text schon im Archiv steht."

Ja, das tut es, aber nicht verbunden mit dem eingeblendeten Link zum Leserbrief?

Frau Adolf kann ja vielleicht helfen...

suchende Grüße
Andrea Wiegand



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29.01.2010 - Manfred Gunia - Kormoran-Link
Guten Abend Herr Erlemann,

das Problem kann auch im Zeilenumbruch des 3-zeiligen Links stecken. Wenn sie den Link wirklich o h n e Leerzeichen in ihrem Browswerfenster stehen haben, und es dennoch nicht gelingt, den Brieftext zu bekommen, dann setzen sie mal i n dem kompletten Link ein Leerzeichen direkt h i n t e r 'lokal' und vor dem folgenden Slash ( / ), den Rest lassen sie so stehen. Es erscheint dann eine Meldung der Zeitung, dass der Text schon im Archiv steht, jedoch verbunden mit dem eingeblendeten Link zum Leserbrief.

verbriefte Grüße
Manfred Gunia
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29.01.2010 - Peter Erlemann - Kormaran-Link
Guten Abend Herr Gunia,

besten Dank für Ihren Hinweis. So war auch meine Vorgehensweise, Ostseezeitungseite erschien, unter Leserbriefe alles mögliche, nur konnte ich den Beitrag von Frau Adolph bzw. das Kormoranbrüstchen nicht finden....

erfolglose Grüße
Peter Erlemann
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29.01.2010 - Manfred Gunia - Kormoran-Link
Guten Tag Herr Erlemann -

der Link von Frau Adolph funktioniert mit Mozilla Firefox unter Windows XP völlig problemlos. Manchmal wird in Foren hinter http:// vom Teilnehmer noch ein Leerzeichen eingefügt, welches ggf. entfernt werden muss. Dies ist jedoch hier nicht der Fall, also: markieren, kopieren, einfügen und die Ostsee-Zeitung ist da, samt den anderen Leserbeiträgen.

(Ich habe noch einen grünen Laserpointer für Sternführungen, mittlerweile wohl nicht mehr frei verkäuflich, da P < 5mW. Hoffentlich bekommt der ortsansässige Angelverein davon keinen Wind, resp. kein Photon...)

linkische Grüße
Manfred Gunia
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29.01.2010 - Peter Erlemann - Kormoran

Hallo.

Frau Adolph, leider wurde unter Ihrem angegebenem Link der Hinweis eingeblendet: Suchbegriff nicht gefunden.


Bei den Hintergründen zur Presseerklärung ist mir aufgefallen:
die rund 300 Bp. in Hessen kommen "vor allem am Rhein, an der Eder, der Nidda und der Lahn vor". Dabei zählte die Brutkolonie am Main in den letzten Jahren zu den beiden größten - 2007 war sie deutlich die stärkste.

Viele Grüße
Peter Erlemann
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28.01.2010 - Karin Adolph - Laserpointer und Kormoranbrust - mein Leserbrief
Hallo zusammen,

mein Leserbrief betreffend Umweltminister Backhaus und seiner absurden Ankündigung der Kormoran-"Vergrämung" durch Laserpointer etc. wurde in der Ostseezeitung veröffentlicht:

http://www.ostsee-zeitung.de/lokal/leserbriefe_artikel_komplett.phtml?SID=956bd6fb7756663a646cad85ac1309e2¶m=news&id=2675706

Viele Grüße
Karin Adolph

ps.: Und morgen geht mein Brief per Post auf den Weg zu Umweltminister Backhaus
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28.01.2010 - Maik Sommerhage - Zum Kormoran - Pressemitteilung NABU Hessen / HGON
'Kormoran - Vogel des Jahres 2010' - Fotograf: NABU, F. MoellersDreißig Prozent weniger Kormorane - NABU Hessen und HGON fordern Ende der Kormoranverfolgung

Wetzlar/Echzell. Die Zahl überwinternder Kormorane in Hessen ist um ein Drittel gesunken. Das ergaben aktuelle Erhebungen des NABU Hessen und der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON). Der Brutbestand hat sich seit 2004 sogar fast halbiert. Anlässlich der Vorstellung dieser Ergebnisse fordern der Landesvorsitzende des NABU, Gerhard Eppler und Oliver Conz, der Vorsitzende der HGON, den sinnlosen Abschuss der flinken Fischjäger zu stoppen.

Nach der Wahl des Kormorans zum Vogel des Jahres hatte es zum Teil heftige Kritik von Sportfischern gegeben, die einen vermehrten Abschuss des flinken Fischjägers forderten. Als Begründung wurde die ungebremste Vermehrung des Ruderfüßers angegeben, die angeblich zur Ausrottung seltener Fischarten führe. „Die aktuellen Zahlen belegen, dass die Kormoran-Bestände in Hessen nicht zu-, sondern drastisch abgenommen haben“, weist der Biologe Eppler die Kritik zurück. Die Gefährdung seltener Fischarten lässt sich nach den Worten Epplers auf den völlig unzureichenden ökologischen Zustand vieler Gewässer zurückführen. „Hier wird ganz augenscheinlich der Kormoran zu Sündenbock erklärt, um vom Versagen bei der umfassenden ökologischen Aufwertung der Flüsse, Bäche und Seen abzulenken.“ so die Naturschützer einhellig.

Bei den aktuellen Winterzählungen von HGON und NABU wurden 2630 Kormorane an 62 Schlafplätzen ermittelt. 25 einstmals genutzte Schlafplätze waren bereits verwaist. In 2004 überwinterten noch 3500 und in 2008 über 3690 Kormorane an hessischen Gewässern. „Die Bestandsabnahmen der Brutpaare im Sommer sind noch dramatischer“, so Conz, „bei den Zählungen der Staatlichen Vogelschutzwarte und der HGON konnten wir in 2004 noch 569 Brutpaare feststellen, im letzten Jahr dagegen nur 300. In fünf Jahren hat sich der Brutbestand damit nahezu halbiert!“ Dabei war der Kormoran nach jahrhundertelanger Ausrottung erst Mitte der 1980er Jahre als Brutvogel nach Hessen zurückgekehrt. Nur wenig später haben Sportfischer-Verbände bereits wieder den Abschuss von Kormoranen durchgesetzt. „Seither hat sich die Zahl der von den Fischereibehörden erteilten Abschussgenehmigungen verdoppelt. Teilweise werden sogar noch zur Brutzeit Vögel erlegt. Das muss angesichts der jüngsten Bestandsentwicklung aufhören. Sofort!“ betont Oliver Conz.

Hintergrundinformationen

Jahrzehntelang war der Kormoran aus Deutschland so gut wie verschwunden – das Ergebnis intensiver Verfolgung bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dank verbesserter Gesetze zum Vogelschutz und angesichts großer Fischmengen in nährstoffreichen Gewässern stieg die Anzahl der Tiere seit Anfang der 1980er Jahre wieder an. Heute leben in Hessen rund 300 Brutpaare. Sie kommen vor allem am Rhein, an der Eder, der Nidda und der Lahn vor. „Die Rückkehr des Kormorans ist ein Erfolg für den Vogelschutz, auf den wir stolz sein können“, betont Gerhard Eppler.

Weil sich der Kormoran von Fischen ernährt, hat er nicht nur Freunde. Nach wie vor versuchen Teichwirte und Angler Politiker und Behörden mit einseitigen Argumenten wie der angeblichen Bedrohung seltener Fischarten und der wirtschaftlichen Schädigung zu überzeugen. Ihnen ist es gelungen, eine Ausnahmebestimmung zum gesetzlichen Schutz zu erwirken. Die schwarz-gelbe Landesregierung hat die Entscheidung über den Abschuss der Kormorane aus der Hand der Naturschutzbehörden genommen und auf die Fischereibehörden übertragen. Seither ist die Zahl der Abschussgenehmigungen sprunghaft angestiegen.

Der NABU und die HGON lehnen eine flächendeckende Verfolgung der Kormorane grundsätzlich ab. Kormorane vernichten keine Fischbestände und gefährden langfristig auch keine Fischarten. Allerdings können sie an Fischteichen wirtschaftliche Schäden anrichten. Doch es gibt Möglichkeiten, dies zu verhindern, ohne den natürlichen Bestand der Vogelart erneut zu gefährden. „Die Auseinandersetzung um den Kormoran ist ein Prüfstein für einen umsichtigen Artenschutz in Hessen.“, so Oliver Conz. „Sie zeige auf, ob man bereit ist, ökologische Fakten zur Kenntnis zu nehmen oder davor die Augen verschließt.“

Denn es gibt Alternativen. Zu den zeitgemäßen Strategien zählt vor allem, Ruhezonen für Wasservögel an Flüssen und Seen zu schaffen. So werden sie an Orte gelenkt, an denen sie problemlos geduldet werden können. Wenn sich Kormorane hier ungestört ernähren können, verringert sich auch der Druck auf Fischzuchtanlagen oder die Rückzugsräume seltener Fischarten. An Fischzuchtanlagen gibt es Möglichkeiten, wirtschaftliche Schäden durch das Überspannen mit weitmaschigen Drahtnetzen sowie durch optisches und akustisches Vertreiben zu verhindern.

Weitere Informationen:
NABU Hessen: Gerhard Eppler, Tel.: 06257-64371
HGON: Oliver Conz, 06195-805900
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28.01.2010 - Karin Adolph - Abstimmung über die Frühjahrsvogeljagd Malta
Hallo Frau Wiegand,

bei dieser Abstimmung handelt es sich um keine Petition, sondern lediglich um eine Umfrage, die von der Zeitung "Times of Malta" initiiert wird. Mehr weiß ich im Moment auch nicht, die Information erhielt ich per Mail von einer Tier- und Naturschützerin, mit der ich sehr engen Kontakt habe. Vielleicht weiß sie mehr (wohin gelangen die Ergebnisse etc.)

In WIKIPEDIA steht auszugsweise folgendes:
"....So lautet auch der Name der größten Tageszeitung, herausgegeben von der Allied Newspapers Ltd., Bezug nehmend auf The Times, The Times of Malta. Das mitte-rechts-orientierte Blatt erscheint seit 1935, ist somit gleichzeitig die älteste Zeitung des Landes und hat mit einer Auflage von 37.000 einen Marktanteil von 27 Prozent...."

Link dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Malta
Ziemlich weit unten unter "Medien" ist dies zu finden.

Die Möglichkeit besteht, die Zeitung zu kontaktieren, es gibt auf der Online-Seite ein Kontaktformular. Ich werde dies nutzen, jedoch habe ich selbst im Moment wenig Zeit, so dass dies vor Freitagabend nicht möglich ist.

Liebe Grüße
Karin Adolph

ps.: Vielen Dank, dass Sie meinen "Rechts/Links"-Fehler bei der Bekanntgabe zur Abstimmung (Poll) entsprechend korrigiert haben :-)
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27.01.2010 - Andrea Wiegand - Petitionen
Hallo Frau Adolph,

bei einigen Petitionen die den Wildvogelschutz oder auch den Naturschutz allgemein betrafen habe ich bereits meine Stimme abgegeben. Dies erfolgte immer unter Angabe
meiner persönlichen Daten, auch oftmals mit pers. Kommentar. Auf dieser Seite ist lediglich die Stimmabgabe erfragt, man kann anschließend noch einmal zusätzlich einen Kommentar abgeben, es werden aber keine persönlichen Daten erfragt, das erscheint mir etwas oberflächlich, interessiert vor allen bzgl. der Anerkennung. Nach dieser Abstimmung kann man sogar erneut voten... Ich hoffe mal die Umfrage wird trotzdem ernstgenommen. Falls Sie mehr dazu wissen (Wer macht die Umfrage, wohin gelangen die Ergebnisse, mit welcher Wirkung/Voraussetzung), würde mich das natürlich interessieren.

Weitere Berichte auf der Homepage dazu zu lesen, dazu fehlt mir selber leider die Zeit, deshalb diese Frage an Sie. Danke schonmal im voraus und


liebe Grüße
Andrea Wiegand


PS:Auf jeden Fall abstimmen!
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27.01.2010 - Andrea Wiegand - Abstimmung über die Frühjahrsvogeljagd in Malta
Hallo zusammen,

meine Stimme habe ich natürlich abgegeben und hoffe auf die Worte: Steter Tropfen höhlt den Stein und das gilt dann hoffentlich irgendwann nicht nur für Malta!

Eine kleine Anmerkung noch von mir, die Abstimmung findet man auf der angegebenen Internetseite auf der " RECHTEN" Seite, ganz unten (Poll), nicht wie angegeben links.

Urlauber die den Naturschutz zu ihrer Aufgabe gemacht haben, werden sicher derartige Länder meiden und zusätzlich ihren Unmut beim Fremdenverkehrsamt bekunden. Auch das sollte sich grundsätzlich nicht nur auf Malta sondern alle Länder beziehen die Vogelmord begehen.

Viwele Grüße im Namen des Vogelschutzes
Andrea Wiegand


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26.01.2010 - Karin Adolph - Online-Petition von 'BirdLife Malta'
Hallo Herr Gunia,

vielen Dank für die Bekanntmachung der Nachricht vom Komitee gegen den Vogelmord. Scheinbar bin ich versehentlich nicht mehr in dem Verteiler, denn ich bekam keine Nachricht, habe aber den aktuellen Komitee-Tätigkeitsbericht 2009 per Post erhalten. Ich werde heute noch per Mail die Wiederaufnahme in den Newsletter-Versand veranlassen.

Selbstverständlich bin ich bei der Protestaktion dabei und werde sie weitläufig bekannt geben. Wir dürfen nicht locker lassen, auch wenn der Weg hart ist, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Die Täter werden wir nicht zum Umdenken bewegen können, aber es gibt bestimmt noch genug Menschen in den sogenannten Vogelkillerregionen, die wir erreichen. Und am bisherigen Ergebnis des Pollings läßt sich erkennen, dass ein Umdenken beginnt ( http://www.timesofmalta.com/ ).

Viele Grüße
Karin Adolph
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26.01.2010 - Manfred Gunia - "Times of Malta"
Momentan sieht es nach einer satten 2/3 - Mehrheit gegen (!) die Frühjahrsjagd beim Polling unter http://www.timesofmalta.com/ aus!

Ob es das maltesische Parlament dann auch so entscheidet? Das EU-Parlament sollte seine Strafgebührenverordnung mal etwas entstauben. Bei dem (geringen) Bruttosozialprodukt, welches der Inselstaat Malta sicher auch zum Großteil durch Urlauber erwirtschaftet, dürften dann empfindliche Strafen schon wehtun.
Und begründete Stornierungen oder auch Hinweise beim Fremdenverkehrsverein Malta sollten ihre Wirkung nicht verfehlen.

Grüße an das Malteserkreuz
Manfred Gunia

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26.01.2010 - Manfred Gunia - Online-Petition von ' BirdLife Malta '
Guten Tag,

auch ich möchte mich der Problematik der Vogeljagd auf Malta (und vielen anderen Mittelmeeranrainern, besonders Zypern) anschliessen und auf einen Nachricht verweisen, welche vom ' Komitee gegen Vogelmord e.V. ' unlängst versandt wurde. Auch hier wird zu einem Online-Protest aufgerufen.
Noch besser fand ich noch die letztjährige Aktion zur Singvogeljagd in Italien, bei der an die drei entscheidenden Vertreter des Parlamentes (in Italienisch vorgefasste) Briefe versendet werden mussten; denn oft werden eMails in Ordnern gesammelt um dann mit nur einem Mausklick entfernt zu werden. Die physische Anwesenheit (nebst Auslandsporto) eines Briefes verfehlt in der heutigen Zeit im Vergleich zum eher virtuellen Protest scheinbar nicht seine Wirkung.

Nichtsdestotrotz entscheidet die massive Teilnahme an solch einem Widerstand zumindest über dessen Wahrnehmung in entsprechenden Behörden der Vogelkillerregionen. Eine entsprechende Verhaltensänderung und Einsicht in den Köpfen der Täter wird man vermutlich nicht erreichen und erst von der folgenden (und hoffentlich einsichtigeren) Generationen in diesen Ländern erwarten dürfen.
Jedoch um dies zu erreichen ist bereits heute der Protest (und auch Aufklärung) in diesen Gebieten erforderlich.

Also machen Sie mit - die Bienenfresser (u.v.a.) danken es Ihnen!

protestantische Grüße
Manfred Gunia


Text der Nachricht vom ' Komitee gegen Vogelmord e.V. vom 25.1.2010:

"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Natur- und Tierfreunde,

obwohl der Europäische Gerichtshof Malta wegen der Genehmigung der
Frühlingsjagd verurteilt hat, plant die Regierung des Inselstaates auch
in diesem Jahr die Eröffnung der Jagd auf heimkehrende Zugvögel im
Frühjahr. Die EU-Vogelschutzrichtlinie verbietet diese Praxis klipp und
klar!
Offiziell sollen Wachteln und Turteltauben bejagt werden dürfen, doch
die Jäger werden die Gelegenheit nutzen und vor allem Greifvögel,
Pirole, Bienenfresser, Segler und andere geschützte Arten wildern.
Unser Partnerverband BirdLife Malta hat eine Online-Protestaktion an den
maltesischen Premierminister Lawrence Gonzi gestartet. Den Link zu der
Petition finden Sie auf unserer Startseite: www.komitee.de
Es würde mich sehr freuen, wenn Sie sich beteiligen würden - jede Stimme zählt!

Die Zeitschrift "Der Falke" hat in seiner Januarausgabe einen großen
Artikel zu unserer Arbeit veröffentlicht - wir haben den Artikel nun auf
unserer Internetseite zum Download bereitgestellt:

http://www.komitee.de/index.php?mt_falke

Beste Grüße
Alexander Heyd "
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26.01.2010 - Karin Adolph - Abstimmung über die Frühjahrsvogeljagd in Malta
Hallo zusammen,

hier zwischendurch kurz etwas anderes, bevor das Thema Kormoran weiter verfolgt wird.

Es geht darum, ob in diesem Frühjahr eine Vogeljagdsaison in Malta nötig ist oder nicht. Das Ganze stammt von der Online-Abteilung der in Malta bekannten Tageszeitung "Times of Malta".

LINK zur Online-Zeitung: http://www.timesofmalta.com/
Auf der Seite herunter scrollen und ganz links ist die Abstimmung möglich ( POLL ). Natürlich "No" anklicken.

Es wäre schön, wenn viele mitmachen, vielleicht hilft es auf dem Weg, die Vogeljagd in Malta endgültig zu stoppen.

Vielen Dank und viele Grüße
Karin Adolph
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24.01.2010 - Peter Erlemann - Kormoran
Hallo.

Besten Dank für die zustimmenden Beiträge und Ihre Adressenhinweise, Frau Adolph!

Alle BeobachterInnen, NaturschützerInnen etc. sollten ihre massive Kritik an den Plänen zum Ausdruck bringen!
Ich bin gespannt, was der NABU als Benenner des Jahresvogels unternehmen wird. Und selbstverständlich erwarte ich, dass die HGON den von Oliver Conz dargestellten Standpunkt mit Nachdruck vertreten wird - und wünsche mir, dass dies mit Erfolg geschieht.

Wer sich intensiv mit dem Thema Kormoran befasst, dem ist klar, mit welch gnadenloser Ignoranz und Unkenntnis der Fakten immer wieder argumentiert und oft letzten Endes auch gehandelt wird -was zu erschreckenden Auswüchsen der Kormoran-Verfolgung führt und die den Namen Management auch nicht verdient haben. Die Vogelschutzwarte in Frankfurt hat mit Unterstützung der Kormoran-Zähler in den letzten Jahren ihr Bestes gegeben, um ihren Zuständigkeitsbereich frei von Kormoran-Verordnungen zu halten. Aber im letzten Jahr ist Rheinland-Pfalz umgefallen, so dass der Druck auf das Saarland und Hessen (da alle anderen Länder Verordnungen haben) ziemlich wachsen dürfte.
Es bleibt die Hoffnung, dass die Jahresvogel-Kampagne dazu führt, dass die Öffentlichkeit und die Bevölkerung mehr über die Art, ihr Vorkommen und das verfehlte Management erfährt – viele Angler und Fischer scheinen ohnehin unbelehrbar …. Über den einen oder anderen Punktsieg kann man da froh sein.
(vgl. Hessenschau-Beitrag vom 24.10.09 falls noch nicht bekannt http://www.hronline.de/website/fernsehen/sendungen/video_archiv5300.jsp?rubrik=5300&r=9&y=2009&t=20091024 )

Wohin es mit dem Kormoran in Hessen gehen wird, zeigen bereits heute die aktuellen Brutbestandsangaben, die vor kurzem veröffentlich wurden. In den letztem 5 Jahren ein Rückgang von nahezu 50%!

1999 2000 01 02 03 04 05 06 07 08 09
368 427 419 451 457 569 543 409 428 383 300

In welchem Maße die Abschüsse dazu beigetragen haben, darüber kann nur spekulöiert werden.

Viele Grüße
Peter Erlemann
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24.01.2010 - Oliver Conz - Kormoran
Liebe Freundinnen und Freunde,

die Position der HGON zum Abschuss von Kormoranen ist eindeutig: wir lehnen den Abschuss von Kormoranen ab. Eine ökologische Begründung dafür gibt es nicht. Sofern der Fischartenschutz immer wieder - meist leichtfertig - ins Felde geführt wird, dann mag eine ökologische Gewässerverbesserung geboten sein, nicht aber der Waffengang gegen den Kormoran. Wir werden uns in Kürze vermutlich gemeinsam mit dem NABU öffentlich zum Kormoran äußern. Seine Brut- wie Winterbestände nehmen in Hessen ab. Gleichzeitig verdoppelt sich die Zahl der genehmigten "Vergrämungsabschüsse" nach wie vor jährlich. Diese Vergrämungsabschüsse reichen sogar noch in die Brutzeit hinein. Das muss ein Ende haben, sofort! Wer angesichts der aktuellen Bestandszahlen, den Abschuss im bisherigen Umfang aufrecht erhält, kann sich nicht mehr auf europäisches Recht stützen.

Zu unserem Verhältnis zu den organisierten Sportfischern: die Zeiten Willy Bauers sind in dieser Hinsicht vorbei. Das liegt sicher daran, dass der Kormoran seit Willy Bauers Tod eine erfreuliche Rückeroberung seines angestammten hessischen Brutgebiets erlebt hat, was den Hass der organisierten Fischer ausgelöst hat. In diesem Klima ist eine sachliche Diskussion kaum möglich (mir wurde von obersten Fischereifunktionären und Behördenvertretern zum Beispiel nahegelegt, wir sollten doch der Ausrottung aller neu entstandenen Brutkolonien jenseits von Main und Rhein zustimmen). Die Vehemenz dieser Auseinandersetzung ist regional unterschiedlich und ebenso ist der Kontakt. Auf Landesebene agieren wir gemeinsam, wo das sachlich passt, aber beim Kormoran ist eine sachliche Auseinandersetzung nicht möglich. Seltene Ausnahmen - wie etwa in der Wetterau - bestätigen die Regel.

Herzliche Grüße

Oliver Conz
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23.01.2010 - Dr. Jörg Brauneis - Kormorane in Hessen
Nachdem ich die Diskussion über die Kormorane in diesem Forum verfolgt habe, würde es mich interessieren, ob die HGON eine offizielle Haltung zum Kormoranmanagement in Hessen hat. Insbesondere auch zu tatsächlichen Artenschutzproblemen im Zusammenhang mit den Kormoranen (Äschenlaichgewässer usw.). Ich erinnere mich, dass Willy Bauer stets engen Kontakt auch zu den Angelfischereiverbänden, insbesondere auch zu den Äschenfischern an der Eder hielt. Vielen Dank für eine Antwort!

Dr. Jörg Brauneis
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23.01.2010 - Marcus Beike - Kormorane
Hallo zusammen,

es wäre eine sehr schöne Sache, wenn wir eine gemeinsame Möglichkeit fänden, gegen die Dummheit und den Populismus in Bezug auf den Kormoran vorzugehen.
Auf jeden Fall auch im Falle Backhaus, aber für mich als Betreuer des NSG Bongsche Kiesgrube mit seiner Kormorankolonie läge es auch am Herzen, die Regierung Unterfrankens in Würzburg über den Unsinn ihres Entschlusses zu informieren und dagegen zu protestieren.
Vielleicht schaffen wir ja eine ähnliche Kampagne mit Protestmails wie seinerzeit der NABU bzgl. des Maikäfers / des Käfergifts. Evtl sogar in Kooperation mit dem LBV?
Was sagt der Vorstand?

Viele Grüße, Marcus Beike
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22.01.2010 - Karin Adolph - Kormoranbrust beim Empfang des Umweltministers
Hallo Herr Erlemann,

beim Lesen des Artikels ist die Wut in meinem Bauch immer höher gestiegen. Es ist unglaublich ... und so etwas nennt sich "Umweltminister".

Ich habe mir den Artikel unter Ostseezeitung.de ( http://www.ostsee-zeitung.de/ozdigital/archiv.phtml?param=news&id=2671356 ) heraus gesucht und das Thema in zwei Foren, in denen ich regelmäßig lese und schreibe, bekannt gegeben. Dort teilte ich mit, dass ich einen Brief an den Umweltminister Till Backhaus schreiben werde - selbstverständlich in sachlicher Form - und ebenso einen Leserbrief diesbezüglich an die Zeitung. Ich animierte meine Forumsfreunde, mitzumachen. Beide Foren haben den Hauptinhalt Tiere, darunter Weißstörche und alle Vogelarten.

Vielleicht ist das ja auch eine Anregung für hier? Denn wir müssen aktiv werden, auch jeder einzelne. Selbstverständlich wäre es sinnvoll, wenn von kompetenter Stelle, also hier HGON , eine Presseerklärung verfasst werden könnte.

Anschrift vom Umweltminister Backhaus gebe ich hier mal an:

Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
Mecklenburg-Vorpommern
Herrn Umweltminister Till Backhaus
Paulshöher Weg 1
19061 Schwerin

Mailadresse:

poststelle@lu.mv-regierung.de


Viele Grüße
Karin Adolph
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22.01.2010 - Karin Adolph - Hornissennest aus Nitkasten entfernen
Hallo Herr Kühn,

ich bin Revierwartin im Vogelschutzverein und betreue 21 Nistkästen. Im Jahr 2008 fand ich ebenfalls in zwei Nistkästen, die in unmittelbarer Nachbarschaft hängen, große Hornissennester. Das eine davon war eine sogenannte "Filiale". Hornissen bauen, wenn der Platz für ein Nest zu klein wird, in allernächster Nähe ein zweites Nest = Filiale.

Die alten Nester werden von Hornissen nicht mehr angenommen, sie sind unbrauchbar und können unbedenklich entfernt werden. Wenn man in Kauf nimmt, dass Hornissen den Vogelnistkasten "missbrauchen", dann sollten kleine Reste der Waben im Kasten belassen werden. Die Königin, die in dem Nest geschlüpft ist und irgendwo geschützt überwintert, fliegt oftmals in die Nähe des alten Nestes zurück, welches ihren eigenen Geruch hat. Sollte reichlich Platz sein für ein neues Nest, dann wird sie sich dort wieder einnisten.

Am sinnvollsten ist es aber, einen Hornissenkasten in die Nähe des Vogelnistkastens aufzuhängen und Reste von der alten Wabe darin auszulegen.

Viele Grüße
Karin Adolph
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21.01.2010 - Andrea Wiegand - Vogel des Jahres 2010
Hallo Herr Erlemann,

ich teile Ihr Unverständnis und die Wut über soviel Ignoranz und Habgier.
Müssen wir das untätig hinnehmen? Die Fischzuchtverbände haben scheinbar eine große Lobby, so etwas kennen wir ja nur zu gut. Aber wir sollten uns dazu äußern, das Motiv ist leicht zu vermitteln und wird von vielen Menschen in der Bevökerung sicher nicht akzeptiert. Jeder von uns entscheidet für sich und für die Familie übe den Umgang mit der Natur, auch im Freundeskreis können wir vieles bewegen. Naturschutzverbände können in größerem Rahmen informieren nicht zuletzt über Presse/Fernsehen.

Ist es möglich die Fischzüchter namentlich zu benennen, die Kormorane bekämpfen? Bestimmt gibt es auch Fischzüchter die anders damit umgehen (Einzäunung) , hier könnte man unterstützen, fördern, werben.

Was man sich dort beim Empfang des Umweltministers herausgenommen hat war ein klarer Affront gegen den Naturschutz. Wo wollen wir enden, wenn der Naturschutz dort aufhört wo Profitgier beginnt?

Viele Grüße
Andrea Wiergand
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21.01.2010 - Peter Erlemann - Kormoranbrust beim Empfang des Umweltministers!
Hallo.

Zum Thema Kormoran Einzelheiten aus der Ostseezeitung von heute, 21.1.2010:

Schwerin (OZ) - Umweltminister Till Backhaus (SPD) kündigt eine Großoffensive gegen den Kormoran in Mecklenburg-Vorpommern an. In neun von insgesamt 14 Kolonien sollen die Tiere mit Laserpointern vertrieben werden. Eier des Fischräubers will der Minister mit Öl bestreichen lassen, um das Ausbrüten zu verhindern. Backhaus stellte die Pläne am Dienstagabend vor, im Schweriner Schlossrestaurant bei einem Parlamentarischen Abend des Jagd- und des Angelverbandes. Serviert wurde dazu passenderweise Kormoranbrust.

Laut Landesanglerverband soll die Vertreibung Ende Februar beginnen. „Wir wollen den Kormoran nicht ausrotten“, sagt Geschäftsführer Axel Pipping. Studien hätten aber gezeigt, dass 1500 Brutpaare für MV ausreichen würden. Derzeit brüten etwa 13 000 Tiere im Land, was die Fänge von Anglern und Fischern schmälere. Vor allem Zuchtteiche seien stark betroffen. Wie hoch der Schaden ist, kann Pipping nicht sagen.

Backhaus‘ Ankündigung sorgt für Ärger. „Ich bin stinksauer“, sagt Klaus-Dieter Feige, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Ornithologen. Er hält es für unbewiesen, dass der Kormoran hohe Schäden verursacht. Feige droht, er werde die Zusammenarbeit seines Verbandes mit dem Backhaus-Ministerium „auf den Prüfstand stellen“.

Laut BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag fehlt die rechtliche Grundlage für eine Vertreibung des Wasservogels. „Das geht nur, wenn es nachgewiesene Schäden gibt“, sagt Cwielag. Den Beweis dafür hätten die Fischer und Angler bisher nicht geliefert. Markus Nipkow, Vogelschutz-Referent beim Naturschutzverband (Nabu) in Berlin, hält die vorgesehenen Methoden für abwegig. „Mit Laserpointern können Menschen verletzt werden“, sagt Nipkow. Eier-Einölen sei in Dänemark praktikabel, aber nicht in MV, weil Kormorane hier auf Bäumen und nicht am Boden brüten. Er plädiert dafür, Teiche mit Drähten und Warntönen zu schützen.

Dass der Kormoran auf den Tellern im Schweriner Schlossrestaurant landete, findet der Vogelexperte eher komisch. Der Nabu kürte den Fischräuber zum Vogel des Jahres 2010. „So toll wird es nicht geschmeckt haben“, sagt Nipkow. Die Reaktionen sind gespalten. „Ausbaufähig“, urteilt Rüdiger Brandt, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes. Der Geschmack erinnere an Rind und Wild, das Fleisch sei fest. Andere Esser bemängelten Fischaroma. „Kormoran wird nicht Teil unserer Speisekarte“, stellt Christien Messerschmidt vom Schlossrestaurant klar.

G. KLEINE WÖRDEMANN

Die delikate Rache der Angler
30 Portionen Kormoranbrust wurden beim Empfang der Angler und Jäger im Schweriner Schloss verspeist — mit mehr oder weniger Genuss. Das Signal war klar: „Rache“ am Naturschutzbund, der den Fressfeind der Fische zum „Vogel des Jahres“ gekürt hat. Für Experimentierfreudige hier ein Zubereitungsvorschlag: Brüstchen säubern, in Salz, Zucker und etwas Kardamom einlegen, reichlich Kräuter der Provence und ein wenig Rosmarin hinzufügen. Fünf Tage kühl lagern. Guten Rotwein dazugießen, bis das Fleisch ganz bedeckt ist, zwei weitere Tage ruhen lassen. Danach abtropfen lassen und 75 Minuten bei 100 Grad räuchern. Dünn aufschneiden und mit Salat servieren.


Ein Kommentar erübrigt sich.

Gruß
Peter Erlemann
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21.01.2010 - Dr. Jörg Brauneis - Zu Herrn Gunia: Aasfresser im Winter
Als Arzt drängt es mich natürlich, Ihrer Auffassung zur völlig unsinnigen Gestzgebung in Sachen Tierkörperbeseitigung zu widersprechen. Ziel dieser - im Prinzip sehr sinnvollen Gesetze - ist es ja, die Bevölkerung vor Zoonosen zu schützen. In einem Ballungraum - etwa wie dem Rhein-Main-Gebiet - kann man auch Wildtierkörper zumindest da, wo sie eine Gefährdung für Menschen (Kinder) darstellen, nicht einfach natürlichen Prozessen überlassen. Dies zeigt z.B. der Tularämie (Hasenpest) - Ausbruch im hessischen Ried vor einigen Jahren. Bei Tollwut - Verdacht aber gibt es spätestens kein Diskussion mehr.
Dennoch bin auch ich der Meinung, dass etwa bei Unfallwild etwas großzügiger verfahren werden sollte. Außderdem glaube ich, dass die meisten Wildtiere in Wald und Flur ohnehin völlig unbemerkt sterben und deshalb auch nicht entsorgt werden. Wenn Beutegreifer - wie Sie schreiben - in Südeuropa vergiftet werden, dann muss diesem - illegalem - Vorgehen natürlich mit Vehemenz begegnet werden. Ihrer Einschätzung des überzogenen Ordnungswahns in Gärten, Parks usw. stimme ich zu. Hier bietet sich für die Naturschutzverbände ein weites Feld der Betätigung.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg Brauneis
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21.01.2010 - Andrea Wiegand - Hornissennester
Hallo Herr Kühn,

vor einigen Jahren hatte ich dasselbe Problem. Ein riesiges Nest auf dem Dachboden und ich wußte nicht ob entfernen oder belassen. Erkundigungen haben ergeben, dass die alten Nester entfernt werden sollen, jedoch möglichst nicht vor Mitte April. Andere Tierarten nutzen die Nester als Winterschutz. Gut wäre natürlich ein Hornissenkasten, dann können die Meisen wieder ihr Heim aufsuchen. Hier ein Link zu einer Bauanleitung:

http://www.aid.de/downloads/muendener_hornissenkasten.pdf

Viele Grüße
Andrea Wiegand
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21.01.2010 - Peter Kühn - Hornissen - Nest aus Nistkasten entfernen?
Hallo zusammen,
im letzten Jahr hat ein Hornisse ihr Reich in einem unserer Vogel-Nistkästen erbaut; und zwar in einem Meisennistkasten aus Holzbeton.

Da ich Ende Februar alle Nistkästen in unserem Garten reinigen werde, stellt sich mir die Frage, ob ich das Hornissen-Nest entfernen soll oder ob ein solches Nest erneut genutzt wird. Ich würde durchaus den Nistkasten für die Meisen "zweckentfremden" und den gefährdeten Hornissen überlassen; natürlich bekommen die Meisen einen neuen Kasten an anderer Stelle.

Ich bitte um Info, vielen Dank.

Viele Grüße
Peter
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20.01.2010 - Manfred Gunia - Aasfresser im Winter
Abgesehen davon, dass der Urheber dieses Ausspruchs - Hanns Magnus Enzensberger - etliche Jahrhunderte nach den 'Schindehannes' gelebt hat und der 'Volksmund' somit auch kein Sprichwort generieren konnte, ist es doch in diesem Fall wohl eher so, dass das Bewusstsein das Sein bestimmt!
Das deformierte Bewusstsein in der Sache 'Natur' lässt doch erst solch wider-natürliche Gesetzgebungen zu:
Natürlich müssen faunistische Verkehrsopfer von der Fahrbahn geschafft werden, um eine weitere potentielle Verunfallung zu unterbinden. Würden jedoch mehr gescheite Menschen in der Legislative den natürlichen Gesetzen zu folge reflektieren, hätten wir längst eine praktikable Lösung für Fallwild, und statt einer Ent-sorgung wäre die Ver-sorgung von zumindest bedeutsamer Priorität. Dann hätten vermutlich auch die (besenderten) Milane und andere Greifvögel in ihren Winterquartieren in Südeuropa eine echte Chance und Vergiftungen der Beutegreifer neben Hühnerfarmen würden a priori unterbunden, da eine geeignete Ernährungsgrundlage auf dafür bereit gestelltem Terrain vorhanden wäre.
Aber womöglich könnte der deutsche Ordnungssinn sowie die europäische Regulierungswut damit konfrontiert und zugleich überfordert werden. Gärten, Parks und Äcker werden 'ordentlich' gestaltet und können somit auch kostengünstig bewirtschaftet werden - Ökonomie statt Ökologie. Und schon wieder bestimmt das Bewusstsein das Sein...

ordentliche Grüße
Manfred Gunia

P.S. : Humanisten und Philosophiekundigen gegenüber sei noch erwähnt, dass natürlich auch Karl Marx die Bewusstseins/Sein-Metapher erwähnt hat.
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